Wie sich die Abrechnungen für Betrieb und Instandhaltung von knapp 30.000 Straßenleuchten innerhalb von einem halben Tag erstellen und zuordnen lassen, zeigt die Überlandwerk Fulda AG.
Die rund 30.000 Straßenleuchten, die die Überlandwerk Fulda AG (ÜWAG) betreut, verteilen sich auf 32 Kommunen in der gesamten Region Osthessen. Die Verwaltung aller Daten zu erbrachten Leistungen und Aufträgen in den verschiedenen Gemeinden ist eine Mammutaufgabe für das Unternehmen. Vor allem die nach Standorten differenzierte Abrechnung der Kosten für Betrieb und Instandhaltung erforderte bisher enormen Aufwand und dauerte mitunter mehrere Tage.
Seit Mitte 2011 nutzt die ÜWAG daher im Innen- wie im Außendienst ein auf Straßenbeleuchtung spezialisiertes Managementprogramm: Die Software luxData erfasst alle relevanten Daten vom Mast- und Leuchtentyp bis hin zu den Abrechnungsparametern, wodurch sich die Kostenauflistung trotz der großen Zahl an Kunden jetzt automatisiert innerhalb eines halben Tages erstellen lässt. Zusätzlich wurde das System mit dem Meldeportal Stoerung24.de verbunden, so dass Defekte in dem weiten Einzugsgebiet genau verortet und direkt in das Verwaltungsprogramm eingespeist werden können.
Exceltabellen, GIS-Daten und ein großer Anteil an Handarbeit bestimmten bis 2011 die Bestandsführung der Straßenbeleuchtung bei der ÜWAG. Zur Unterscheidung der Kommunen in der Verwaltung musste jeweils die Standortnummer den Namen der Gemeinden und den entsprechenden Zählpunktbezeichnungen der Ortsteile zugeordnet werden. »Dieses Procedere war extrem umständlich und nahm durch die Prüf- und Abgleichungsarbeit viel Zeit in Anspruch«, berichtet Martin Ofczarcak, der für diesen Bereich verantwortliche Mitarbeiter bei der ÜWAG.
Die GIS-Daten wurden dabei nach Excel exportiert, um sie an das SAP-System des Unternehmens übermitteln zu können. Zusätzlich mussten die Tabellen mit den Beleuchtungsdaten in die Abrechnung miteinbezogen werden. »Der große zeitliche Aufwand bei der manuellen Eingabe brachte natürlich auch ein erhöhtes Fehlerpotential mit sich.« Durch den Abschluss neuer Straßenbeleuchtungsverträge mit noch komplizierteren Abrechnungsbedingungen stiegen zuletzt die Anforderungen zusätzlich, so dass das Unternehmen Ende 2010 entschied, auf ein spezialisiertes System umzusteigen.