Online-Simulator von Rohm

Thermische Analyse in wenigen Minuten

13. Dezember 2021, 13:30 Uhr | Ralf Higgelke
Rohm Solution Simulator
© Rohm

Ihren webbasierten Solution Simulator hat Rohm um die Möglichkeit einer thermischen Analyse erweitert. Damit sollen Entwickler im Automobil- und Industriebereich thermische Probleme auf verschiedenen Lösungsschaltungen in etwa zehn Minuten verifizieren können.

Der Solution Simulator von Rohm, der 2020 auf den Markt kam, ermöglicht eine Vielzahl an Simulationen: von der Bauteilauswahl über einzelne Bauteile bis hin zur Verifikation auf Systemebene. Damit sollen sich die Produkte des Unternehmens, wie SiC-MOSFETs, Gate-Treiber, Netzteil-ICs und passive Komponenten (z. B. Shunt-Widerstände), in Lösungsschaltungen unter realitätsnahen Anwendungsbedingungen verifizieren lassen.

Rohm Solution Simulator
Mit dem Rohm Solution Simulator lassen sich nun Anwendungen auch thermisch analysieren.
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Die neu hinzugefügte hat das Unternehmen nun die thermische Analyse. Diese kann in Lösungsschaltungen für Geräte und Anwendungen genutzt werden, bei denen Wärme ein Problem beim Design elektronischer Schaltungen darstellen kann. Dazu gehören PTC-Heizungen, die speziell für Elektrofahrzeuge ohne Verbrennungsmotor entwickelt wurden, und mit IGBTs und Shunt-Widerständen ausgestattet sind. Weitere Beispiele sind DC-DC-Wandler-ICs und LED-Treiber, um der steigenden Nachfrage nach Simulationen der Temperatur während des Schaltungsbetriebs gerecht zu werden.

Dies ist laut Rohm der einzige Simulator in der Branche, der eine webbasierte, elektrisch und thermisch gekoppelte Analyse nicht nur der Sperrschicht-Temperatur des Halbleiters während des Betriebs ermöglicht, sondern auch der Pin-Temperaturen sowie der thermischen Beeinflussung von Bauteilen auf den Platinen der Lösungsschaltungen, die sowohl Leistungshalbleiter und ICs als auch passive Bauteile umfassen.

Rohm Solution Simulator
Arbeitsablauf beim Rohm Solution Simulator
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Das Ergebnis: Thermische Analysen, die früher bis zu einem Tag dauerten, können jetzt in etwa zehn Minuten durchgeführt werden. Dadurch können Anwendern die Temperatur verschiedener Teile des Geräts recht schnell und einfach vor dem Prototyping überprüfen, statt wie bisher danach. Dadurch kann sich die Notwendigkeit von Nacharbeiten und Iterationen verringern. Gleichzeitig kann der Aufwand für die Entwicklung von Anwendungen sinken, bei denen Wärme ein Thema ist.

Der Solution Simulator kann nach einer Registrierung kostenlos verwendet werden.


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