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BASF erprobt NAS-Batterien

Neues Batteriesystem geht am Standort Antwerpen in Betrieb

BASF NAS-Batterien
Das gemeinsame Team von BNB und BASF Antwerpen vor dem NAS-System in Antwerpen: Frank Prechtl (BNB), Andreas Wastyn (BASANT), Florian Dötz (BNB).
© BASF

BASF New Business hat ein System aus vier NAS-Batterie-Containern in das Stromnetz des BASF-Verbundstandorts Antwerpen eingebunden und erfolgreich in Betrieb genommen. Mit diesem Projekt will das BASF-Team verschiedene Betriebsszenarien erproben und das Potenzial der NAS-Batterien weiter ausloten.

Natrium-Schwefel-Batterien (NAS-Batterien) zeichnen sich durch einen hohen Energieinhalt aus und eignen sich für die stationäre Stromspeicherung. BASF New Business (BNB) kooperiert in diesem Segment seit 2019 mit dem japanischen Keramikhersteller NGK Insulators. Gemeinsam arbeiten die Partner an der Vermarktung und Weiterentwicklung der NAS-Batterien.

„Mit diesem eigenen Batteriesystem sammeln wir unmittelbare Erfahrungen im Langzeitbetrieb der Energiespeicher, können die zugehörige Infrastruktur variieren und testen sowie unterschiedliche Anwendungsfälle und Geschäftsmodelle beleuchten. Somit können wir unsere Kunden noch umfassender bei der Planung und Realisierung ihrer Projekte beraten als auch wichtige Werte für die Weiterentwicklung sammeln“, so Frank Prechtl, Direktor E-Power Management bei BNB.

Das installierte Batteriesystem in Antwerpen hat eine Energiespeicherkapazität von insgesamt 5,8 Megawattstunden und eine Ausgangsleistung von 950 Kilowatt. Um die in einer Batterie gespeicherte elektrische Energie nutzen zu können, benötigt man die passende Leistungselektronik, unter anderem ein Umrichtersystem (Power Conversion System, PCS).

Mit NAS-Batterien Energiekosten und Umweltbelastungen verringern

Sowohl Stromanbieter als auch Netzbetreiber und Energieverbraucher können vom Einsatz der NAS-Batterien profitieren. Denn sie helfen dabei, Strom aus erneuerbaren Energiequellen, etwa aus Sonnen- und Windkraft, störungsfrei und zeitversetzt in bestehende Stromnetze einzuspeisen. NAS-Batterien können geladen werden, wenn mehr Strom erzeugt wird als nötig ist, und liefern Strom in Zeiten höheren Bedarfs. Sie können über einen Zeitraum von vier bis acht Stunden große Mengen an elektrischer Energie bereitstellen und so Stromerzeugung und -nachfrage entkoppeln.

Weitere Anwendungsgebiete sind die Stabilisierung der Stromverfügbarkeit für industrielle Kunden, die optimierte Nutzung vorhandener Netze sowie Microgrids. Durch den Einsatz in diesen Anwendungsgebieten sind NAS-Batterien ein wesentlicher Baustein für die Umsetzung der Energiewende.

Zusammenarbeit für eine Weiterentwicklung der NAS-Batterie

BASF arbeitet bereits seit Jahren intensiv an der Weiterentwicklung der Natrium-Schwefel-Batterie-Technologie. Die NAS-Batterie von NGK war weltweit die erste kommerziell erhältliche Batterie mit einer über Stunden speicherbaren Energiemenge von mehr als einer Megawattstunde. Im Jahr 2019 hat BNB mit NGK eine Vertriebspartnerschaft zur gemeinsamen Vermarktung von NAS-Batterien und ein Joint Development Agreement zur Entwicklung der nächsten Generation von Natrium-Schwefel-Batterien abgeschlossen.

Um das Anwendungsspektrum dieser Batterien zu erweitern und damit neue Märkte zu erschließen, kombinieren die beiden Partner die Chemie-Kompetenz von BASF sowie die Expertise von NGK bei Batteriedesign und -herstellung. BNB vermarktet maßgeschneiderte NAS-Batteriesysteme über sein globales Vertriebsnetzwerk. Dazu gehört auch die entsprechende technische Unterstützung bei Aufbau, Inbetriebnahme, Wartung und im laufenden Betrieb.

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