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BlitzAtlas 2017

Die 3 blitzreichsten Regionen Deutschlands

01. August 2018, 13:50 Uhr   |  Markus Haller

Die 3 blitzreichsten Regionen Deutschlands
© Djelen | Shutterstock

In Deutschlad wurden 2017 rund 443.000 Bodenblitze registriert. Informationen über Einschlagsort, Stärke und Häufigkeit sind für Anlagenbetreiber, Wetterdienste und Versicherungen relevant.

Der Blitz-Informationsdienst von Siemens registrierte für 2017 rund 443.000 Einschläge in Deutschland. Am häufigsten schlug es in der Region Garmisch-Partenkirchen ein. Europaweit blitzt es in Slowenien am häufigsten.

3548 Mal schlug es im vergangenen Jahr im oberbayerischen Garmisch-Partenkirchen ein. Mit 1012 km² Fläche kommt der Landkreis deutschlandweit auf die höchste Blitzdichte mit 3,51 Einschlägen pro km². Auf den Plätzen zwei und drei folgen die hessischen Landkreise Main-Taunus (3,47) und Gießen (3,46). Im vergangenen Jahr lag der Spitzenwert bei 4,1 und entfiel auf den Landkreis Wesel in Nordrhein-Westfalen.

Das geringste Blitzaufkommen pro km² gab es 2017 in den Städten Pirmasens mit 0,16 sowie Oldenburg und Bonn mit je 0,18.

Blitzdichte nach Bundesländern

Wie oft und wo schlug es 2017 in Deutschland ein?

Siemens BlitzAtlas 2017, Blitzdichte in Bremen.
Siemens BlitzAtlas 2017, Blitzdichte in Mecklenburg-Vorpommern.
Siemens BlitzAtlas 2017, Blitzdichte in Schleswig-Holstein.

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Nach Bundesländern betrachtet schlugen die meisten Erdblitze in Bayern ein. Mit 100.000 Einschlägen entfiel fast jeder fünfte Erdblitz in Deutschland auf den Freistaat, was sich mit dem Flächenanteil am Bundesgebiet deckt. Hier macht Bayern mit 70.476 km² rund ein Fünftel der Fläche aus.

Die höchste Blitzdichte entfällt im Bundesland-Ranking auf Sachsen, am untersten Ende liegt Bremen. Die Unterschiede sind signifikant: Im Stadtsaat schlugen 2017 pro km² rund 4,4 mal weniger Blitze ein als in Sachsen.

Blitzaufkommen in Deutschland und Europameister Slowenien

Mit insgesamt 443.000 Blitzeinschlägen ging es 2017 etwas unruhiger in Deutschland zu als noch ein Jahr zuvor, als der Blitz-Informationsdienst 11.000 Einschläge weniger registrierte. 2015 waren es noch etwa 550.000.

Über zehn Jahre betrachtet sinkt die Anzahl der registrierten Blitzeinschläge deutlich. Im Unwetterjahr 2007 wurde mit rund 1,1 Millionen ein Rekordwert registriert. Mittlerweile hat sich das Blitzaufkommen im Bereich zwischen 400.000 und 600.000 eingependelt.

Seit 1991 überwacht der Blitz-Informationsdienst von Siemens (BLIDS) die Blitzeinschläge ein Deutschland. In diesem Jahr wurden erstmals die Werte der europäischen Nachbarländer in den jährlichen Blitz-Atlas aufgenommen. Slowenien hat sich mit einer Blitzdichte von 4,53 als »Europameister« herausgestellt. Am wenigsten Sorgen über Blitzschäden müssen sich die Personen in Irland und Norwegen machen. Hier lagen die Werte bei lediglich 0,3.

Hunderttausende Anfragen pro Jahr

Historisch hat sich die Blitzortung in den USA entwickelt und wurde dort eingesetzt, um Waldbrände vorherzusagen. In Europa gibt es seit 1999 einen gemeinsamen Messantennen-Verbund, der die Datenbasis für den BLIDS-Service liefert. Informationen über Einschlagsort, Zeitpunkt und Stärke werden innerhalb von Sekunden ausgewertet und visualisiert. Oft erscheine der Blitzpunkt bereits auf dem Bildschirm, noch bevor man den Donner höre, so der BLIDS-Leiter Stephan Thern.

Genutzt wird der Informationsdienst u.a. von Industrieunternehmen zur Unwetterwarnung, Meteorologen zur schnellen Gewinnung von Wetterdaten und von Versicherungen zur Prüfung von Schadensmeldungen. Für letzteres gibt es mehrere hunderttausend Anfragen pro Jahr.

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