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Nach Restrukturierung

Schaffner steigert Profitabilität deutlich

Schmuckbild Aufschwung
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Die Schaffner-Gruppe hat sich im Geschäftsjahr 2020/21 neu aufgestellt und sich im Zuge dessen unter anderem von der Power Magnetics Division getrennt. Der Erfolg zeigt sich bereits im Jahresergebnis.

»Die Schaffner-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2020/21 mit der Devestition der Power Magnetics Division einen strategischen Schritt von transformatorischer Dimension vollzogen«, sagt Marc Aeschlimann, CEO der Schaffner-Gruppe. »Wir konzentrieren uns nun auf unser Kerngeschäft EMV-Filterlösungen und magnetische Komponenten für wachstumsstarke Industriemärkte und für E-Mobilität und damit auf die margenstärksten Anwendungen. Zudem verfügt Schaffner jetzt über eine homogenere Produktpalette, eine geringere Komplexität und eine schlankere Kostenstruktur. Die Neuausrichtung zeigte im Geschäftsjahr 2020/21 bereits Wirkung.«

Gute Nachfrage in allen Absatzmärkten

Die Schaffner-Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2020/21 einen Nettoumsatz von CHF 172,5 Mio. Das ist mehr als der Vorjahreswert von CHF 171,7 Mio., obwohl das Volumen der verkauften Power Magnetics Division nur für neun Monate im Umsatz enthalten ist.

Getragen von einer guten Nachfrage in allen Absatzmärkten legte der Auftragseingang um 14,4 % auf CHF 191,0 Mio. zu, was einem Book-to-Bill-Verhältnis von 1,11 entspricht (Geschäftsjahr 2019/20: CHF 167,0 Mio.; 0,97).

Betrachtet man allein das fortgeführte Geschäft, ohne die Power Magnetics Division, stieg der Nettoumsatz um 15,9 % auf CHF 147,3 Mio., wobei im zweiten Halbjahr ein starkes Wachstum von 19,6 % resultierte. Der Auftragseingang im fortgeführten Geschäft legte sogar um 34,2 % auf CHF 170,3 Mio. zu.

Ziel einer zweistelligen EBIT-Marge erreicht

Das sehr gute Margenprofil aufgrund der Neuausrichtung des Geschäfts zeigt sich im Jahresergebnis 2020/21: Der operative EBIT von CHF 18,2 Mio. entspricht einer EBIT-Marge von 10,6%, gegenüber einer Marge von 2,7 % im – allerdings Covid-bedingt schwierigen – Vorjahr. Angesichts höherer Logistikkosten und gestiegener Rohmaterialpreise ist die Ertragssteigerung umso beachtlicher.

Auch nach der nicht liquiditätswirksamen Rückführung des Goodwills aus dem Verkauf der Power Magnetics Division von CHF 14,9 Mio., wie sie von den Rechnungslegungsvorschriften von Swiss GAAP FER in solchen Fällen verlangt wird, resultiert für 2020/21 immer noch ein positiver ausgewiesener EBIT von CHF 3,3 Mio. Das Unternehmensergebnis nach Berücksichtigung des Goodwill-Recycling betrug CHF -2,3 Mio.

Im fortgeführten Geschäft erzielte die Schaffner-Gruppe einen EBIT von CHF 16,1 Mio., was einer EBIT-Marge von 10,9% entspricht.


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