Kooperation vernetzte Medizinprodukte

Kontron und MedAcuity entwickeln End-to-End-Systeme für Medical-OEMs

2. Juli 2026, 14:47 Uhr | Elektronik medical (uh)
MedAcuity und Kontron bündeln Engineering-Know-how und Edge-Computing-Technologie für die nächste Generation vernetzter Medizinprodukte.
© Componeers

Von der Konzeptidee bis zum zertifizierten Edge-Gerät: der US-Softwarebauer MedAcuity und Kontron wollen medizinischen OEMs künftig End-to-End-Lösungen aus einer Hand bieten – Engineering und Cybersecurity-Know-how treffen hier auf Edge-Computing-Plattformen und globale Fertigungskapazitäten.

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Edge-KI, sichere Konnektivität, Echtzeit-Datenverarbeitung – und über allem die MDR oder die FDA: Medizintechnik-OEMs müssen heute immer mehr Anforderungen gleichzeitig bedienen, während der Zeitdruck bis zur Marktreife eher steigt als sinkt. Genau hier setzen MedAcuity und Kontron jetzt an: Der Entwicklungsdienstleister für Medizinprodukte und der Embedded-Computing-Anbieter haben eine strategische Partnerschaft geschlossen, die beide Seiten der Gleichung zusammenbringen soll.

Software-Expertise trifft Edge-Hardware

MedAcuity bringt in die Kooperation sein Fachwissen in Medizinproduktsoftware, Cybersecurity und Systemtechnik ein, Kontron steuert Edge-Computing-Plattformen sowie seine globale Fertigung bei. Für medizinische OEMs soll daraus ein durchgängiger Weg entstehen, um konforme und skalierbare Produkte schneller zur Marktreife zu bringen – von bildgebenden Systemen über Diagnosegeräte bis zu vernetzten Pflegeplattformen.

»Unsere Kunden verlangen zunehmend nach integrierten Lösungen, die nicht nur Leistung und Konnektivität adressieren, sondern auch regulatorische Komplexität und Cybersecurity berücksichtigen«, sagt Dennis Fuccione, Präsident von MedAcuity. »Durch die Zusammenarbeit mit Kontron können wir einen nahtlosen Weg vom Konzept bis zur Markteinführung bieten und so Risiken reduzieren und die Time-to-Market verkürzen.«

Nicht nur für die Medizintechnik gedacht: Laut Kontron-Vertriebschef Jeff Berger zielt die Partnerschaft auch auf OEMs aus Transport und Flottenmanagement – MedAcuitys Engineering-Kompetenz soll dort ebenso auf Kontrons robuste, Edge-fähige Plattformen treffen. Denkbar wären damit auch automatisierte, klinische Transport- und Infrastrukturprodukte.

Konkret will das Duo künftig vor allem in vier Bereichen zusammenarbeiten: Edge-KI in Medizinprodukten, sichere Konnektivität, Echtzeit-Datenverarbeitung sowie skalierbare Systemarchitekturen. Ob und welche gemeinsamen Referenzdesigns oder Produkte aus der Partnerschaft konkret hervorgehen, ließen beide Unternehmen zum Start noch offen. (uh)

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