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Was raten Experten?

Neu im Team: Aller Anfang ist schwer


Fortsetzung des Artikels von Teil 3

Neu im Team: Aller Anfang ist schwer

Konflikten geschickt vorbeugen könne man aber mit einem konsekutiven Vorgehen, glaubt Kratzmair. Also durchaus abgehen wie eine Rakete, aber mit mehreren Zündstufen: »In den ersten Wochen sollte man sich mit dem Geben zurückhalten«, empfiehlt der Berater, »und statt dessen nehmen, nämlich so viele Informationen wie möglich. Die Orientierungsphase darf aber nicht zu lange dauern, sonst geht man unter. Wenn man sicher ist, die Regeln verstanden zu haben, kann man sich Stück für Stück aus der Deckung hervorwagen, Veränderungs- und Optimierungsvorschläge machen, auch mal Kritik äußern und den anderen damit ein schärferes Profil von sich bieten.«

Im Prinzip stimmt Karriereautor Hans Christian Schrader dem Zwei-Stufen-Plan zu: »In der Tendenz ist freundliche Zurückhaltung, Beobachten, Zuhören, interessiertes, jedoch unaufdringliches Nachfragen über die Abteilung, das Bekanntmachen mit den Kollegen empfehlenswert. Authentizität im Sinne einer natürlichen Ausstrahlung, ohne gekünstelt zu wirken, wenn man auf die neuen Kollegen zugeht, ist vorteilhaft. Also, nur nicht dick auftragen und den Zampano geben oder als Neuer gleich Verbesserungsvorschläge machen und das Rad neu erfinden wollen.« Die zweite Stufe allerdings schiebt Schrader weit nach hinten. Erst »nach ein paar Monaten kann der Neue Anregungen und Tipps geben, was besser laufen könnte und sollte.« Personalberater schütteln da eher den Kopf und drücken aufs Tempo.

Doch das sind Details, vom Grundsatz her ist sich die Fachwelt einig: Goldrichtig ist allein die Reihenfolge orientieren, informieren, profilieren. Ganz Clevere erzählen Vorgesetzten und Kollegen freimütig am ersten Tag, wie sie den Spagat zu schaffen gedenken – und kassieren dafür auch noch Sympathiepunkte.


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