Personalbedarf für E-Mobilität

»Personaldienstleister sind Frühindikatoren«

21. Dezember 2021, 11:41 Uhr | Corinne Schindlbeck
Elektromobilität
Softwareentwicklung, Entwicklung und Fertigung von Komponenten im Antriebsstrang (E-Motor, Achsen etc.) sowie Optimierung und Erbringung von Logistik ist derzeit besonders gefragt.
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Die Automobilindustrie setzt auch bei der Transformation hin zur Elektromobilität weiterhin auf Ingenieurdienstleister, zeigt eine Umfrage von Lünendonk. Unter anderem sind Softwareentwickler und Logistiker gefragt. 

Lünendonk hat in Kooperation mit Leadec führende Personaldienstleister aus den Bereichen Engineering Services, Vermittlung von IT-Freelancern und Arbeitnehmerüberlassung zur Nachfrage nach externem Personal aus der Automobilindustrie befragt. 

Mehr als die Hälfte der teilnehmenden Unternehmen (54 %) gab an, in signifikantem Umfang Aufträge aus der Automobilindustrie und von Zulieferern zu erhalten - im Schnitt sind 25 Prozent dieser Umsätze der Elektromobilität zuzuordnen.
Innerhalb der Wertschöpfungskette sind aktuell Personaldienstleistungen im Rahmen von Softwareentwicklung, Entwicklung und Fertigung von Komponenten im Antriebsstrang (E-Motor, Achsen etc.) sowie Optimierung und Erbringung von Logistik besonders gefragt.

Die befragten Unternehmen erwarten in den kommenden drei Jahren eine besonders starke Nachfrage bei Komponenten des Antriebsstrangs (67 %) sowie bei der Weiterentwicklung von Batteriemanagementsystemen (60 %). Bei der Fertigung von Batteriezellen und der Montage in Packs und Module erwarten die befragten Dienstleister ebenfalls steigenden Bedarf. 

Lünendonk-Partner Thomas Ball ordnet die Ergebnisse wie folgt ein: »Personaldienstleister sind traditionell Frühindikator für die aktuelle und die zu erwartete Konjunktur ihrer Kunden. Trotz der akuten Herausforderungen in der Lieferkette sieht die Automobilindustrie derzeit und in den kommenden Jahren eine starke Nachfrage nach E-Autos.«

Dr. Christoph Jaschinski, Senior Vice President Business Development bei Leadec, ergänzt: »Die Umfrageergebnisse decken sich mit dem, was wir aktuell bei den Automobilherstellern und in der Zuliefererindustrie erleben. Bei Projekten sowohl für die Zellenfertigung als auch die Batteriemontage fragen unsere Kunden nach Engineering-Leistungen, zunehmend aber auch verstärkt nach konkreten Lösungen für Automatisierung, Hochlauf und den Anlagenbetrieb. Die Befragung macht deutlich, dass sich am Industriestandort Deutschland schon ein beachtliches Expertennetzwerk zur Elektromobilität entwickelt hat und die Nachfrage nach Technologieexperten in den nächsten Jahren noch stark steigen wird.« 

Für die Lünendonk-Umfrage »Personalbedarf für Elektromobilität“ wurden im Zeitraum von Ende Oktober bis Mitte November 2021 50 Personal-, Engineering-Service- und Industrieservice-Unternehmen sowie Agenturen für die Vermittlung von IT-Freelancern in Deutschland befragt. 
 


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