Thomas Dudenhöffer ist Vice President Human Resources Europe bei TTI. Er sieht die Pandemie »klar« als Beschleuniger für bereits begonnene Initiativen wie digitalisierte Kommunikation und mobiles Arbeiten.
Seiner Beobachtung nach stehe aber weder innerhalb der Teams noch bei Bewerbern Homeoffice im Vordergrund. Sondern vor allem Flexibilität: »Und das steht für mehr als Homeoffice«
Neben der Möglichkeit, auch mal nicht ins Büro zu kommen sei auch die Dauer und Lage der wöchentlichen Arbeitszeit und damit einhergehende Flexibilität oft ein Thema, beobachtet er. Die unterschiedlichen Lebensphasen, die Länge des Arbeitsweges und vor allem die Art der Tätigkeit gäben hier den Takt vor.
»Zu starre Regelungen, wie feste ein oder zwei „Homeoffice-Tage“ pro Woche oder seitenlange Richtlinien mit allen Eventualitäten sehen wir als wenig hilfreich an«, bekennt Dudenhöffer und setzt vielmehr auf die direkte Führungskraft, die die betrieblichen Anforderungen und die persönlichen Bedürfnisse jedes Einzelnen im Team »am besten kenne«.
Als strategische Vorgabe und Richtung hat TTI bis zu 20 Prozent der monatlichen Arbeitstage als Orientierungsrahmen für mobile Arbeit definiert, »je nach Funktion und Teamstruktur«, sagt Dudenhöffer.
Seine Abteilung berate dazu, »auch um eine gewisse Fairness über die Teams hinweg zu unterstützen«. Führungskräfte bekommen hinsichtlich ihrer neuen Aufgabe »Führen auf Distanz«-Trainings.
Dass die Neugestaltung der Arbeitsbedingungen gelingt, davon ist Dudenhöffer überzeugt: »Wir haben großes Vertrauen in unsere Belegschaft.« Als positiven Effekt der Pandemie nennt Dudenhöffer den bewussteren Umgang mit Dienstreisen: »Wir können nun unsere in Europa verstreuten Kolleginnen und Kollegen noch besser in Projekte einbeziehen« – dank der nun etablierten digitalen Hilfsmittel.