Wird die 8-bit-MCU durch die 16-bit-MCU ersetzt?

4. September 2009, 16:05 Uhr | Mathias Bloch, elektroniknet.de
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Wird die 8-bit-MCU durch die 16-bit-MCU ersetzt?

Wie hat Microchip auf die Rezession in den letzten Monaten reagiert? Stecken Sie mehr Geld in die Forschung und Entwicklung oder verbessern Sie ihr Marketing?

Wir haben natürlich unsere Ausgaben deutlich gekürzt. Das waren Einschnitte für alle Mitarbeiter. Es gab keine Prämien mehr und jeder hat auf seine individuellen Kosten geachtet, wie etwa die Reisekosten Was wir im Gegensatz zu vielen anderen Halbleiterherstellern anders gemacht haben ist, dass wir keine einzige Stelle abgebaut haben, um Kosten zu sparen. So haben wir das gesamte Team komplett beisammen gehalten und niemand musste sich Sorgen über seinen Job machen. Damit konnten wir uns voll auf unsere Produkte und den Service konzentrieren. Für den momentanen Aufwärtstrend sind wir daher gut aufgestellt und gewinnen Marktanteile.

In den ganzen Monaten, die es nicht gut lief, sind wir außerdem profitabel geblieben. Das haben nicht viele geschafft. Das letzte Quartal war übrigens das 75. Quartal in Folge, in dem wir profitabel gewesen sind.

Wo haben Sie außer bei den Prämien noch gespart?

Wir haben die Gehälter im gesamten Unternehmen um 10 Prozent gekürzt. Anfang des Jahres gab es eine Woche unbezahlten Urlaub. Jetzt, wo sich die Lage wieder bessert, nehmen wir diese Kürzungen wieder schrittweise zurück.

Die Frage ist oft gestellt worden: befinden wir uns wieder in einem richtigen Aufschwung oder dauert er nur kurze Zeit?

Das kann wohl niemand sagen. Auf kurze Zeit sind wir sicher ganz optmistisch, bei allem was danach kommt, muss man vorsichtig bleiben. Als Manager ist es meine Aufgabe genau aufzupassen was geschieht und entsprechend darauf zu reagieren.

Texas Instruments denkt darüber nach, analoge ICs auf 300-mm-Wafern zu fertigen. Denken Sie auch darüber nach?

Nein, wir haben 200-mm-Fabs und diese Kapazität reicht uns. Analoge ICs werden eigentlich schon immer nicht mit der allerneuesten Prozesstechnik gemacht. Für unsere Produkte sind 300-mm-Wafer nicht so sinnvoll.

Sie fertigen fast alle Produkte in eigenen Fabs. Was halten Sie von Foundries?

Wir fertigen rund 95 Prozent selbst. In eine Foundry gehen wir, wenn es dort schon einen fertigen Prozess gibt, den wir selbst nicht haben oder wenn die Foundry es besser kann. Aber das kommt immer auf das Produkt an. Wir haben jedenfalls keine Strategie oder einen Prozentsatz, nach der wir zum Beispiel den Foundry-Anteil erhöhen müssten.

Im letzten Jahr wollten Sie Atmel übernehmen. Dann kam die Wirtschaftskrise dazwischen. Wie sieht es momentan mit Übernahmen aus?

In den letzten neun Monaten haben drei kleinere Unternehmen übernommen. Das Umfeld für eine Übernahme ist für uns sicher besser, als noch vor einem oder zwei Jahren. Der Wert der Unternehmen ist gefallen und wir sind finanziell gut aufgestellt. Allerdings will niemand verkaufen, wenn der Wert gering ist. Wir halten die Augen jedenfalls weiter offen.


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