Die neuen 3,5-Zoll-Nearline-HDDs von Toshiba bieten Speicherkapazitäten von 30 bis 34 TB und arbeiten auf Basis von Shingled Magnetic Recording (SMR). Erste Muster werden bereits ausgeliefert.
Darüber hinaus will Toshiba im dritten Quartal 2026 mit der Auslieferung von Mustern der neuen »M12«-Laufwerke beginnen, die mit Hilfe der Conventional-Magnetic- Recording-Technik (CMR) arbeiten und bis zu 28 TB bieten.
Die weltweit generierten und gespeicherten Datenmengen wachsen rapide an, weil digitale Services und Videoinhalte kontinuierlich an Bedeutung gewinnen. Außerdem werden mehr und mehr Cloud-Services genutzt und der Einsatz datenintensiver KI-Anwendungen nimmt ebenfalls zu.
Deshalb steigt in Rechenzentren, in denen ein Großteil dieser Daten gespeichert werden, der Bedarf an Festplatten mit hohen Kapazitäten und hoher Performance, um Systemkonfigurationen effizienter gestalten zu können. Die »M12«-Serie hat Toshiba speziell dazu entwickelt, diese Anforderungen erfüllen zu können und die hat jetzt die Speicherkapazität im 3,5-Zoll-Standard-Formfaktor für Nearline-HDDs deutlich erhöht.
Die Laufwerke der »M12«-Serie basieren auf den Design- und Analysetechnologien von Toshiba, die im Zuge der Entwicklung von schlanken und kompakten Produkten immer weiter verfeinert wurden. Im Unterschied zu früheren HDD-Generationen wie der »MG11«-Serie mit CMR und der »MA11«-Serie mit SMR sind sie mit einer zusätzlichen Magnetscheibe bestückt, sodass nun insgesamt elf Disks im Gehäuse stecken. Darüber hinaus wird das bisher als Basismaterial für die Platten verwendete Aluminiumsubstrat durch Glas ersetzt, was dünnere Designs ermöglicht und die Langlebigkeit verbessert. Die Laufwerke besitzen eine Helium-Füllung und kombinieren Toshibas proprietäre Aufzeichnungstechnologie Flux Control Microwave-Assisted Magnetic Recording (FC MAMR) mit SMR, um Kapazitäten von 30 bis 34 TB zu erreichen.
Die SMR-Technologie erhöht die Datendichte, indem Datenspuren überlappend geschrieben werden – so ähnlich wie sich Schindeln auf einem Dach überlappen. Aufgrund dieser Überlappung können zufällige Schreibvorgänge allerdings zu Leistungseinbußen führen. Um diese zu vermeiden, setzen die »M12«-HDDs auf eine vom Host gemanagte SMR-Architektur, bei der das Hostsystem die Platzierung und das Neuschreiben von Daten organisiert. Dieser Ansatz erlaubt ein effizienteres Daten-Handling und verringert Leistungseinbußen in Servern und Speichersystemen.
Die neuen SMR-HDDs bieten eine maximale Datentransferrate von 282 MiB/s, eine Verbesserung von etwa 8 Prozent gegenüber den Vorgängergenerationen, während die Leistungsaufnahme pro Terabyte (W/TB) etwa 18 Prozent niedriger ist. Sie sind für einen 24/7-Betrieb sowie eine jährliche Arbeitslast (Workload Rating[5]) von 550 TB ausgelegt und haben eine MTTF/MTBF[6] von 2,5 Millionen Stunden. Ihre jährliche Fehlerrate (AFR) liegt bei 0,35 Prozent.
Mit Blick auf die Zukunft plant Toshiba, die Kapazität von Festplatten durch den Einsatz von Aufzeichnungstechnologien der nächsten Generation – darunter Heat Assisted Magnetic Recording (HAMR) – sowie durch Produkte mit 12 Disks weiter zu steigern. Die Erhöhung der Festplattenkapazität ist entscheidend, um den stetig wachsenden Speicherbedarf von Rechenzentren zu decken.