TI hat wie ST auch alle neuen Controller mit der Fließkommaeinheit ausgestattet. Kommunikationstechnisch stehen den Entwicklern bis zu zwei CAN 2.0 A/B-Controller, USB 2.0 (OTG/Host/Device), acht UARTs mit IrDA, 9 Bit und ISO7816-Support, sechs I2C-Module und vier SSI-Schnittstellen zur Verfügung. An Analogfunktionen gibt es zwei 12-Bit-A/D- Wandler mit 24 Eingängen und einer Sample-Rate von 1MSPS, drei analoge und 16 digitale Komparatoren sowie eine Spannungsregler zur Verfügung.
Darüber hinaus hat Texas Instruments auch diverse System-Peripherals integriert, einschließlich einem DMA-Controller mit 32 Kanälen, Systemsteuerungs- und Taktgeber, sechs 32-Bit-Timer, sechs 64-Bit-Timer, zwölf 16/32-Bit-CCP-Pins und zwölf 32/64-Bit-CCP-Pins (Capture Compare PWM), ein batteriegepuffertes Hibernation-Modul mit RTC und zwei Watchdog-Timer. Den minimalen Ruhestrom beziffert Peisker mit 1,6 µA. Läuft die RTC, dann werden nur 1,7 µA gezogen. Die Aufweckzeit wiederum liegt laut Aussagen von Peisker unter 500 µs.
Die neuen Controller gibt es in vier Untergruppen: Stellaris LM4F110 (General MCU); Stellaris LM4F120 (General MCU + USB Device); Stellaris LM4F130 (General MCU + USB OTG); Stellaris LM4F230 (Motion Control + USB OTG). Die Controller sind Code-kompatibel zu den anderen Stellaris-Controllern, wodurch den Entwicklern also jetzt insgesamt mehr als 220 Stellaris-Mikrocontroller mit Cortex-M-Kernen zur Verfügung stehen.
Beide Unternehmen - ST und TI - stellen umfassende Entwicklungsunterstützung zur Verfügung. Der preisgünstigste Controller von ST kostet 5,74 Dollar, bei einer Abnahme von 1000 Stück. TI gibt den niedrigsten Preis mit 1,53 Dollar an, allerdings müssen dann auch 10.000 Stück gekauft werden.