Texas Instruments
TI nutzt im Gegensatz zu ST und Freescale zur Fertigung der neuen Cortex-M4-Controller bereits einen 65-nm-Prozess. Peter Peisker, MCU Marketing Manager bei Texas Instruments, betont dass auch bei TI die Controller ab sofort verfügbar sind.
Die zur Stellaris-Familie gehörenden Controller sind mit 80 MHz getaktet, also deutlich langsamer als die Lösungen von ST und teilweise auch die von Freescale. Peisker kommentiert das so: »Der Großteil des Marktes braucht derzeit sowieso nur 80 MHz.« Er fügt aber noch hinzu, dass TI im nächsten Jahr neue Cortex-M4-Varianten mit einem höheren Takt, mit mehr Connectivity-Möglichkeiten und zusätzlichen Analogfunktionen auf den Markt bringen wird. »Dann wird es beispielsweise auch MCUs mit integriertem Ethernet-PHY geben.«
Mit der jetzigen Familie spielt TI in einer anderen Leistungsklasse als ST, adressiert aber ähnliche Anwendungen, dazu gehören Applikationen in der Automatisierungstechnik, aus der Spiele- und Transportationindustrie, in der Medizintechnik, aber auch in der Messtechnik sowie Gebäudeautomatisierung.
Texas Instruments hat seine Controller nicht nur langsamer getaktet, sondern auch mit weniger Speicherkapazitäten ausgestattet. So sind maximal 256 KByte Single-Cycle-Flash (bis 40 MHz), 32 KByte Single-Cycle-SRAM integriert, aber auch 2 KByte EEPROM. In das EEPROM können Benutzerschnittstellen- oder Konfigurationsparameter sicher abgelegt werden. Peisker: »Wir bieten die Möglichkeit an, dass im internen ROM unsere StellarisWare-Software bereits vorinstalliert ist, und das kostenlos. Dazu gehören die Stellaris Peripheral Driver Bibliothek, dem Boot Loader, AES-Tabellen und CRC-Funktion.« Dank der in der Software enthaltenen Beispielprojekten, Anwendungs- und Peripherie-Bibliotheken und Open-Source-Stacks lässt sich die Entwicklungszeit deutlich verkürzen.