Q.ANT und IONOS wollen gemeinsam die technologische Souveränität Europas im KI-Sektor stärken und die steigenden Energie- und Leistungsanforderungen von KI-Workloads mit Hilfe der photonenbasierten Prozessoren von Q.ANT besser zu bewältigen.
Q.ANT und IONOS, europäischer Digitalisierungspartner für kleine und mittelständische Unternehmen, haben damit den Grundstein für erste kommerzielle Nutzung der Native Processing Unit (NPU) von Q.ANT gelegt und sich zum Ziel gesetzt, gemeinsam die technologische Souveränität Europas im KI-Sektor zu stärken und die steigenden Energie- und Leistungsanforderungen von KI-Workloads mit Hilfe der photonenbasierten Prozessoren von Q.ANT zu reduzieren. Die strategische Partnerschaft haben beide Unternehmen am Rande der Digitalkonferenz re:publica 2026 in Berlin vereinbart. Schon im Sommer wollen sie erste gemeinsame Systeme für KI- und HPC-Anwendungen der nächsten Generation in der Cloud vorstellen.
In einer Zeit, in der KI-Infrastrukturen zunehmend von außereuropäischen Technologiekonzernen dominiert werden, wollen IONOS und Q.ANT damit ein klares Zeichen für Innovation »Made in Europe« setzten. Die Partnerschaft verbindet die Erfahrung von IONOS im Aufbau und Betrieb souveräner Cloud- und KI-Infrastrukturen mit Q.ANTs Entwicklungen im Bereich innovativer Prozessortechnologien.
Debatten über digitale Souveränität konzentrieren sich meist auf Software- und Plattformfragen. Die zugrunde liegende Rechen- und Prozessorinfrastruktur gerät dabei häufig in den Hintergrund. Die Partnerschaft zwischen IONOS und Q.ANT zeigt, dass Europa auch auf der Hardware-Ebene eigene Wege gehen kann. Lichtbasierte Prozessoren für KI-Anwendungen bieten eine nachhaltige und souveräne Alternative zu konventionellen Chip-Architekturen – ein entscheidender Baustein für technologische Unabhängigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Q.ANT stellt unter Beweis, dass sich photonische Prozessoren zu 100 Prozent in der Europäischen Union herstellen lassen. Sie ermöglichen zudem eigenständige Softwarestacks, darüber hinaus entlastet der deutlich reduzierte Energieverbrauch der Prozessoren die Stromnetze in der EU.
Die Kooperation mit IONOS ist für Q.ANT ein wichtiger Schritt in Richtung Industrialisierung seiner photonischen Prozessoren. Die Zusammenarbeit öffnet die Tür für den erstmaligen Einsatz der Native Processing Server (NPS) von Q.ANT in kommerziellen Rechenzentren. In wissenschaftlichen Datencentern sind die NPSs von Q.ANT bereits in den Hochleistungsrechenzentren am Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) in München sowie am Forschungszentrum Jülich im Einsatz.
»Digitale Souveränität ist keine abstrakte Vision, sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit für Europa«, betont Dr. Andreas Nauerz, Chief Product Officer von IONOS. »Mit Q.ANT haben wir einen Partner, der Computing neu denkt und damit die weitere Skalierung von KI-Infrastrukturen erst ermöglicht – mit einem durchgängig souveränen KI-Stack. Gemeinsam können wir Anwendern Zugang zu innovativen KI-Technologien zu bieten, die auf europäischen Werten wie Datenschutz, Transparenz und technologischer Selbstbestimmung basieren.«
»Unsere Technologie setzt völlig neue Standards bei KI und High Performance Computing«, sagt Dr. Michael Förtsch, CEO von Q.ANT. »Photonische Chips können gerade in der KI ihre Stärken gegenüber klassischen GPUs ausspielen – durch höhere Rechenleistung und deutlich reduziertem Energieverbrauch. Über die Kooperation mit IONOS gehen wir nun einen entscheidenden Schritt in Richtung Kommerzialisierung und Industrialisierung unserer Technologie – und haben in IONOS dafür den idealen Partner gefunden.«