Auf dem International Electronics Forum in Genf gab Brian Harrison, CEO von Numonyx, einen optimistischen Ausblick auf die Zukunft der Speicherindustrie.
PCM (Phase Change Memory) hat laut Harrison das Potential, eine neue Innovationswelle in der Elektronikindustrie auszulösen, wie dies in den achziger Jahren durch NOR-Flash und in den neunziger Jahren durch wiederbeschreibbaren Flash-Speicher geschah. Ohne diese Technologie in Verbindung mit Multichip-Packages wäre das Wachstum der Handy-Industrie laut Harrison nicht möglich gewesen.
Um den Fortschritt durch die Einführung von PCM zu illustrieren, verglich er die Zugriffszeiten mit den heute eingesetzten Technologien. Wenn es beim PCM ein Tag dauern würde, eine Information in einem Chip zu finden und zu lesen, würden die heute eingesetzten SSD-Laufwerke, die auf NAND-Flash basieren, 17 Tage benötigen und ein Festplattenlaufwerk neun Jahre.
Zukünftige PCM-Architekturen könnten laut Harrison sogar nur 30 Minuten benötigen, d.h. im Vergleich zu heutigen SSDs 34 mal schneller sein.
Neben seiner eigenen Firma, die gerade den Prototypen eines 1-Gbyte-PCM-Speichers auf Basis eines 45-nm-Prozesses vorgestellt hat, sieht Harrison derzeit nur noch Samsung als ernsthaften Mitbewerber. Die Koreaner hatten erst kürzlich einen produktionsreifen 512-Mbyte-Chip auf Basis eines 60-nm-Prozesses vorgestellt, den sie in einigen ihrer firmeneigenen Handys verbauen wollen.
Derweil haben sich Numonyx und Samsung auf einen Standard für das Package geeinigt. Gemäß der von der JEDEC spezifizierten Standard-Schnittstelle soll eine LPDDR2-Schnittstelle implementiert werden.