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Markt für elektronische Bauelemente mit Licht und Schatten

16. November 2021, 15:51 Uhr | Ralf Higgelke
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Bis zu Jahresende 2021 dürfte der deutsche Markt für elektronische Bauelemente fast das Vor-Corona-Niveau erreichen, prognostizierte der ZVEI auf der productronica. Als Wachstumshemmnis erweist sich die derzeitige Verknappung an Materialien und Rohstoffen.

»Der deutsche Markt der elektronischen Bauelemente wird zum Jahresende 2021 eine spürbare Erholung von gut 14 Prozent aufweisen und mit einem Umsatz von 18,5 Milliarden Euro das Umsatzniveau von 2019 fast wieder erreichen«, stellte Nicolas Schweizer, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands PCB and Electronic Systems, auf der Messe productronica fest.

Positiv sei auch, dass die Auftragseingänge bei den Unternehmen im laufenden Jahr stark zugelegt haben und die Verluste aus dem vergangenen Jahr wettmachten. Ähnlich positiv wie der deutsche hat sich auch der europäische Markt in diesem Jahr entwickelt. Das erwartete Umsatzplus beträgt gut 17 Prozent, der Gesamtumsatz voraussichtlich knapp 56 Milliarden Euro.

Probleme bereiten allerdings die derzeitige Verknappung an Materialien und Rohstoffen für die Produktion von elektronischen Komponenten sowie die langen Transportzeiten der Vorprodukte – wenn diese überhaupt bezogen werden können. »Die Beeinträchtigungen in der Lieferkette sind massiv. Teilweise können Aufträge nicht bedient werden«, erklärte Schweizer. Diese Schwierigkeiten würden sich 2022 fortsetzen und die positiven Wachstumsaussichten bremsen.

Weltweitweltweite Nachfrage ungebrochen hoch

Auch für die Entwicklung der Weltregionen zeigt sich der ZVEI positiv aufgrund des anhaltenden hohen Bedarfs an Halbleiter-Komponenten. Denn Halbleiter haben einen Anteil von gut 76 Prozent am Weltmarkt für elektronische Bauelemente. »Die nächsthöhere Wertschöpfungsstufe der Elektronikfertigung – die elektronischen Baugruppen – werden dieses Jahr analog zu den elektronischen Bauelementen um gut 22 Prozent auf einen Umsatz von 1135 Milliarden US-Dollar weltweit wachsen«, prognostizierte Schweizer. Für das kommende Jahr rechnet der Verband für die Weltmärkte der elektronischen Bauelemente und Baugruppen mit Zuwachsraten im oberen einstelligen Bereich.


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