Keine Trendwende in der Elektroindustrie

13. Oktober 2009, 14:40 Uhr | Iris Stroh, Markt&Technik

Dr. Andreas Gontermann, Chefvolkswirt des ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie, sieht noch keine Erholung für die deutsche Elektroindustrie.

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So ist der Umsatz im August gegenüber dem Vorjahr um 26 Prozent gesunken, beim Auftragseingang waren es 29 Prozent. »Zwar setzt sich die zögerliche Bodenbildung fort, eine echte Trendwende lässt aber weiter auf sich warten«, so Gontermann.

Die Zahlen für die ersten acht Monate dieses Jahres fallen noch schlechter aus: So fiel der Umsatz in diesem Zeitraum um 27 Prozent gegenüber Vorjahr, der Auftragseingang sank um 34 Prozent.

Die Herstellung von elektrotechnischen und elektronischen Erzeugnissen liegt 25 Prozent unter dem Vorjahreswert. Damit ist die monatsdurchschnittliche Produktion inzwischen unter das Niveau des Jahres 2005 gefallen. Im August bleibt die (preisbereinigte) Produktion der Elektro-Unternehmen um 22 Prozent unter Vorjahr. Der Produktionsrückgang hat sich somit weiter leicht verlangsamt.

Die Kapazitätsauslastung liegt bei 72 Prozent und damit deutlich unterhalb des langjährigen Durchschnitts von 83 Prozent. Die Folge: die Zahl der Kurzarbeiter liegt bei 156.400 Personen zum Ende des ersten Halbjahres.

Positiv ist zu werten, dass die Unternehmen der Elektroindustrie ihre aktuelle Lage im September erneut besser beurteilt haben als im Vormonat. Die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate haben sich zum neunten Mal in Folge erholt, wenn auch auf niedrigem Niveau.


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