Die Halbleiterhersteller Intel und AMD haben alle anhängigen Rechtsstreitigkeiten bezüglich kartell- und lizenzrechtlicher Fragen beigelegt.
Inhalt des Vertrages sind im Wesentlichen vier Punkte: AMD zieht alle Anklagen gegen Intel wegen unlauteren Wettbewerbs zurück. Diese waren u.a. in den USA und Japan anhängig, nachdem die EU-Kommission Intel bereits zu einer millardenschwerden Strafe verurteilt hatte.
Das bestehende Cross-Lizensierungsabkommen bezüglich der Nutzung der x86-Technologie wurde zu Gunsten eines neuen Abkommens ersetzt, in welchem es AMD erlaubt wird, x86-Prozessoren in beliebigen Foundries zu produzieren. Die Klausel, dass nur Tochterunternehmen von AMD Zugriff darauf haben dürften, wurde gestrichen. Damit wurde auch der Streit über die Art der Beteiligung von AMD an Globalfoundries beigelegt. Intel hatte AMD in der Vergangenheit beschuldigt, gegen das Abkommen verstoßen zu haben, da Globalfoundries keine AMD-Tochter sei.
Desweiteren hat sich Intel bereiterklärt, AMD 1,25 Mrd. Dollar zu bezahlen. Letztlich verpflichtet sich Intel zur Einhaltung eines nicht näher definierten angemessenen Geschäftsgebarens.