Intel: Nach EU-Bestrafung wieder Milliardengewinne

14. Oktober 2009, 13:40 Uhr | Frank Riemenschneider, Elektronik

Der weltgrösste Chiphersteller Intel hat dem finaziellen Desaster im zweiten Quartal einen Gewinn in Höhe von 1,9 Mrd. Dollar eingefahren. Mit 9,4 Mrd. Dollar Umsatz verfehlte man die 10-Mio.-Marke nur knapp.

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Nachdem man im zweiten Quartal, das durch die EU-Entscheidung bezüglich unfairer Wettbewerbspraktiken und der damit verhängten Millardenstrafe geprägt war, einen Verlust von 400 Mio. Dollar verbuchen musste, konnte Intel im dritten Quartal 2009 einen Gewinn von fast 2 Mrd. Dollar verbuchen.

Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorquartal um 15 Prozent, was in den letzten 30 Jahren das grösste Wachstum von Quartal 2 zu Quartal 3 darstellt. Gegenüber dem Vergleichsquartal 2008 ging der Umsatz um moderate 9 Prozent zurück, was mit der Erholung des PC-Marktes zusammenhängt. Das Marktforschungsinstitut iSuppli berichtet von 10 Prozent höheren Verkäufen von Desktop-, Notebook- und Server-PCs.

Offensichtlich ist es Intel gelungen, seinen Marktanteil weiter aufzubauen und/oder höhere Verkaufspreise durchzusetzen, denn der Umsatz mit Mikroprozessoren für diese Zielgruppe stieg um 23 Prozent.

Der für Netbooks und den Embedded Markt konzipierte Atom-Prozessor konnte um 15 Prozent zulegen und erreichte einen Umsatz von 415 Mio. Dollar. 

Für das vierte Quartal 2009 zeigte sich Intel-CEO Paul Ortellini optimitisch: Er möchte einen Umsatz zwischen 10,06 und 10,14 Mrd. Dollar erzielen.


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