Der weltgrösste Chiphersteller Intel hat dem finaziellen Desaster im zweiten Quartal einen Gewinn in Höhe von 1,9 Mrd. Dollar eingefahren. Mit 9,4 Mrd. Dollar Umsatz verfehlte man die 10-Mio.-Marke nur knapp.
Nachdem man im zweiten Quartal, das durch die EU-Entscheidung bezüglich unfairer Wettbewerbspraktiken und der damit verhängten Millardenstrafe geprägt war, einen Verlust von 400 Mio. Dollar verbuchen musste, konnte Intel im dritten Quartal 2009 einen Gewinn von fast 2 Mrd. Dollar verbuchen.
Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorquartal um 15 Prozent, was in den letzten 30 Jahren das grösste Wachstum von Quartal 2 zu Quartal 3 darstellt. Gegenüber dem Vergleichsquartal 2008 ging der Umsatz um moderate 9 Prozent zurück, was mit der Erholung des PC-Marktes zusammenhängt. Das Marktforschungsinstitut iSuppli berichtet von 10 Prozent höheren Verkäufen von Desktop-, Notebook- und Server-PCs.
Offensichtlich ist es Intel gelungen, seinen Marktanteil weiter aufzubauen und/oder höhere Verkaufspreise durchzusetzen, denn der Umsatz mit Mikroprozessoren für diese Zielgruppe stieg um 23 Prozent.
Der für Netbooks und den Embedded Markt konzipierte Atom-Prozessor konnte um 15 Prozent zulegen und erreichte einen Umsatz von 415 Mio. Dollar.
Für das vierte Quartal 2009 zeigte sich Intel-CEO Paul Ortellini optimitisch: Er möchte einen Umsatz zwischen 10,06 und 10,14 Mrd. Dollar erzielen.