Intel: Angriff auf Smartphone-Markt mit 22-nm-Atom

21. Oktober 2009, 18:30 Uhr | Frank Riemenschneider, Elektronik

Mit der dritten Generation des Atom-Prozessors glaubt Intel auch den bisher von ARM dominierten Smartphone-Markt angreifen zu können.

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Schon bei der zweiten Atom-Generation, die in 32-nm-Technik gefertigt wird und Anfang 2010 auf den Markt kommt, soll die Leistungsaufnahme im »Sleep-Mode« gegenüber der heutigen 45-nm-Generation um Faktor 50 sinken. Das erklärte Pranav Mehta, CTO von Intels Embedded-Systems-Group, in einem Gespräch mit der »Elektronik«. 

Gleiches erwartet Mehta beim Übergang in 22-nm-Prozesstechnik. Damit würde sich ihm zufolge die Leistungsaufnahme in Bereichen bewegen, die den Atom auch für den Smartphone-Markt attraktiv macht.
 
Als wichtigstes Argument für einen x86-kompatiblen Prozessor sieht Mehta auch zukünftig die Weiterentwicklung des Internets auf dem PC. Damit wird ARM, nach seiner Theorie, dem aktuellen Stand der PC-getriebenen Internet-Software auch zukünftig hinterherlaufen. Daran ändere sich auch nichts, wenn Adobes Flash-Player Anfang 2010 endlich für ARM-Architekturen verfügbar sein soll.
 
Mehta kritisierte die RISC-Hersteller auch dafür, dass sie in ihren Vergleichen über den Energieverbrauch immer nur den Core selbst, statt das Gesamtsystem betrachten würden. Dank seiner CISC-Architektur könne der Atom eine Rechenleistung erreichen, zu der die RISC-Cores z.B. mehr Cache benötigen würden. Das treibt wiederum die Leistungsaufnahme in die Höhe.
 
Metha bestätige außerdem, dass Intel mit einigen Großkunden bereits bei TSMC an Designs von SoCs mit Atom-Core und TSMC-IP arbeitet. Namen der Kunden und deren Branche nannte er nicht. 


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