Bei einer Podiumsdiskussion anlässlich der Semicon 2009 in Dresden berichtete Vorstand Ploss von einer unerwartet stark steigenden Nachfrage, die zu vollen Fabs geführt hat.
Die Dresdner Infineon-Fab ist laut Ploss vollständig ausgelastet, ebenso wie andere Infineon-Standorte. Die Nachfrage kommt insbesondere aus dem Wireless-Bereich während die Nachfrage nach Automotive-Chips nachwievor schwach sei.
Ach Globalfoundries, der andere grosse Fertiger am Standort Dresden hat laut Jens Drews, Direktor für Beziehungen zu öffentlichen Auftraggebern, »alle Gründe optimistisch zu sein«. Paul Hyland, CEO der Aixtron AG, einem Hersteller von Fab-Ausrüstung, sprach sogar von einer »explosionsartigen Nachfrage« die primär durch die Nachfrage nach LED-Hintergrundbeleuchtung ausgelöst werde.
Die Frage, ob die derzeitige Markterholung vielleicht nur kurzfristig sei, da die Läger leer sind, wurde von Loic Lietar, Vice President bei ST Microelectronics mit den Worten »Wir sehen keinen Double Dip« beantwortet.
Einigkeit herrschte bei einer vorsichtigen Einschätzung der Bedeutung von 450 mm-Wafern. Jens Drews von Glaobalfoundries vertrat die Meinung, dass die Vorteile von 300 mm heute noch nicht ausgeschöpft seien und man sich darauf konzentrieren solle, dies Potential zu heben. Er sieht keinen Bedarf für viele 450 mm-Fabs, um die weltweite Chip-Nachfrage zu befriedigen.