Globalfoundries hat die Einführung eines SOI-High-K/Metal-Gate-Prozesses, der speziell für den Großkunden AMD entwickelt wird, vom ersten auf das dritte Quartal 2010 verschoben.
Hinsichtlich der Auswirkungen auf das Geschäft von AMD kann nur spekuliert werden: Globalfoundries selbst bestreitet, dass technische Probleme die Ursache für die Verschiebung sind. Vielmehr hätte man sich an die »Bedürfnisse von AMD«angepasst, was in anderen Worten bedeuten würde, dass AMD seine Prozessor-Designs für 32 nm nicht vor dem dritten Quartal 2010 fertigbekommt.
In jedem Fall fällt AMD damit mindestens 9 Monate hinter Marktführer Intel zurück, der bereits Ende 2009 erste 32-nm-Produkte liefern will und im zweiten Quartal 2009 bei den Mikroprozessoren erstmals nach 2005 wieder einen Marktanteil von über 80 Prozent erzielte.
Auch der von AMD geplante 40/45-nm-Low-Power-Prozess ohne SOI und High-K/Metal-Gate wurde - allerdings nur um ein Quartal - vom zweiten auf das dritte Quartal 2010 verschoben.
Bezüglich der Einführung der 28-nm-Prozesse bleibt dagegen alles beim Alten: Der auf High-K/Metal-Gate basierende Bulk-Prozess soll Ende 2010 bereitstehen, der korrespondierende Low-Power-Prozess im ersten Quartal 2011.
Neben diesen Terminen hat Gloablfoundries auch die Einführung eines sogenannten »Virtuellen IDM-Programms« bekanntgegeben. Das Programm soll den Kunden im DFM-Prozess (Design-for-Manufacturing) bei der Migration von einer Prozess-Technologie auf eine andere unterstützen.