Laut einem Bericht der taiwanesischen Zeitung Taipei Times soll sich der Prozessorhersteller ARM in Gesprächen mit der Foundry Globalfoundries befinden.
Bereits seit längerem hat ARM einen Vertrag mit dem taiwanesischen Foundry-Weltmarktführer TSMC abgeschlossen, der dazu dient, ARM-Kunden, die keine eigene Fab haben, die Fertigung von Chips mit ARM-Cores zu erleichtern.
Kevin Smith, bei ARM für das Marketing verantwortlich, hat nun gegenüber der Taipei Times bestätigt, dass sich ARM nach zusätzlichen Fertigungspartnern umsieht, um neue Geschäftsbereiche außerhalb des Handy-Marktes zu erschliessen, den ARM mit über 90 Prozent Marktanteil bei den Cores für Applikationsprozessoren dominiert.
Damit dürfte primär der schnell wachsende Netbook-Markt gemeint sein. Um diesen zukünftig bedienen zu können, kooperiert ARM bereits mit Freescale, Sharp und Pegatron Technology, der Fertigungstochter des Netbook-Pioniers Asustek Computer Inc.
Laut Smith strebt ARM 2010 einen Netbook-Marktanteil von 15 Prozent an. Dell und andere PC-Hersteller haben derweil bereits Hybrid-Notebooks angekündigt, in denen neben einem Intel-Core2 auch ein ARM-Prozessor installiert wird. Bei Dells Latitude-Z-Serie wird das vorinstallierte Windows 7 auf dem Intel-Chip laufen, nach dem Start des Rechners werden jedoch unmittelbar einige Funktionen über das ebenfalls installierte Linux-Betriebssystem bereitgestellt, das auf dem ARM-Chip läuft - ohne dass Windows gebootet werden muss.
Für Globalfoundries wäre es ein wichtiger Deal: Neben AMD konnte das Unternehmen bislang nur ein Teilgeschäft von STMicroelctronics an Land ziehen.