Open Hybrid Cloud

Neue Edge-Funktionen für Red-Hat-Applikationen

11. Mai 2022, 11:30 Uhr | Tobias Schlichtmeier
Cloud Computing
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Red Hat, Anbieter von Open-Source-Applikationen, erweitert sein Open-Hybrid-Cloud-Portfolio um neue Funktionen. Sie sollen die Einführung von Edge-Computing-Architekturen in Unternehmen im Rahmen der Initiative »Red Hat Edge« beschleunigen.

Die neuen Edge-Features und -Möglichkeiten sollen Unternehmen bei der Edge-Computing-Einführung unterstützen, indem sie die Komplexität reduzieren, das Bereitstellen beschleunigen und die Sicherheitsfunktionen verbessern. Zudem will Red Hat hiermit das Vertrauen in das konsistente Verwalten von Systemen vom Rechenzentrum bis zum Edge fördern.

»Red Hat Edge« steht für das Bestreben von Red Hat, Edge Computing in die Open Hybrid Cloud zu integrieren. So umfasst die Initiative ein breites Spektrum an Technologien, wobei Red Hats »Enterprise Linux« und »OpenShift« eine gemeinsame Basis und Infrastruktur für ansonsten disparate Edge-Umgebungen bilden. »Ansible Automation Platform« ergänzt Automatisierungsfunktionen für Edge-Implementierungen und »Advanced Cluster Management for Kubernetes« bietet eine Cloud-Scale-Verwaltung mit Edge Storage auf Basis von »OpenShift Data Foundation«.

Eine nahtlose Edge-Infrastruktur

Red Hat OpenShift bringt Anwendungen näher an die Nutzer und die Daten am Edge und optimiert gleichzeitig die Verwaltbarkeit. Das neu verfügbare Zero-Touch-Provisioning für Red Hat OpenShift 4.10 vereinfacht die wiederholbare, automatisierte Edge-Bereitstellung und umfasst Factory-Workflows für OEM. Sie können so einen OpenShift Cluster auf ihrer bevorzugten Hardware erstellen, den Kunden dann als voll funktionsfähigen, vorinstallierten OpenShift-Cluster erhalten.

Ein vorkonfiguriertes OpenShift bietet Nutzern zum Beispiel die Möglichkeit, Radio Access Networks (RAN) für Mobilfunknetze der nächsten Generation, die Fehlererkennung bei Fertigungsanlagen oder andere Edge-Computing-Anwendungen an nahezu jedem verteilten Standort schneller bereitzustellen. Das trägt dazu bei, den oft komplexen Prozess der Integration von Edge-Geräten in bestehende Plattformen zu vereinfachen und den Remote-Betrieb zu erleichtern.

Zu den zusätzlichen Edge-Funktionen der OpenShift Services gehören:

  • das Management von OpenShift-Edge-Topologien durch Advanced-Cluster-Management einschließlich von Single-Node-OpenShift-Clustern, Remote Worker Nodes und 3-Node-Compact-Clustern; ein einziger Advanced Cluster Management Hub Cluster dient für das Deployment und Management von 2.000 Single-Node-OpenShift-Clustern, die Kunden am Edge mit Zero Touch Provisioning bereitstellen und verwalten können; dabei besteht für die Nutzer auch die Möglichkeit, Richtlinien durchzusetzen und mit Ansible Automation Platform automatisiert Maßnahmen zur Risikominimierung umzusetzen.
  • die Unterstützung für OpenShift Single-Node mit OpenShift Data Foundation 4.10 als Technologievorschau und die Ergänzung von Block Storage mit dynamischer Bereitstellung zur Vereinfachung des Zugriffs und zur Verbesserung der Konsistenz von Daten und Speicherdiensten.

Für IT-Teams, die schnell Edge-Architekturen aufbauen müssen, gibt es neue validierte Patterns für Red Hat Edge, die den erforderlichen Code für die beschleunigte Edge-Stack-Erstellung enthalten und einen schnelleren Übergang von der Konzeptphase zum Proof of Concept unterstützen. Zu den neuen Mustern gehören:

  • Medical Diagnosis, das GitOps nutzt, um Gesundheitsorganisationen dabei zu unterstützen, medizinische Bilder und Daten effizienter und schneller aufzunehmen, zu analysieren und darauf zu reagieren.
  • Multicloud GitOps, das auf Unternehmen zugeschnitten ist, die Workloads auf unterschiedlichen Clustern in verschiedenen Public und Private Clouds ausführen möchten.

Eine gemeinsame Basis für Core, Edge und Cloud​

Enterprise Linux 9 erweitert die Konsistenz, Flexibilität und Innovationskraft auf Edge-Implementierungen. Hierzu gehören umfangreiche Funktionen für das Edge-Management, die eine zentrale Überwachung und Skalierung von Edge-Deployments ermöglichen und ein intelligentes Rollback für Podman unterstützen, um die Verfügbarkeit von Edge-Geräten zu erhöhen.

Für Red Hat sind Hardware-Vielfalt und Wahlfreiheit für Kunden entscheidend für Open-Hybrid-Cloud- und Edge-Ökosysteme. Um die Wahlmöglichkeiten der Kunden bei den zugrunde liegenden Architekturen zu erweitern, haben sich zwei neue Edge-zentrierte Partner dem Partner-Ökosystem von Red Hat angeschlossen:

  • OnLogic bietet für Red Hat zertifizierte Systeme, die von kleinen, lüfterlosen Industriegeräten bis hin zu leistungsstarken, robusten Computern reichen, die für künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen geeignet sind.
  • Intel NUCs haben sich zu einer branchenübergreifenden Grundlagentechnik entwickelt und die neuesten NUC-Element-Module sind nun sowohl für Red Hat Enterprise Linux 8 als auch 9 zertifiziert. Dies bietet eine leistungsstarke Option für Unternehmen, die Enterprise Linux und OpenShift am Edge einsetzen.

Automation von der Hybrid Cloud bis zur Edge​

Ansible Automation Platform bietet Management- und Automatisierungs-Funktionen, um die Transparenz und Konsistenz in den Edge-Deployments eines Unternehmens zu gewährleisten. Die neue Architektur von Ansible Automation Platform wurde entwickelt, um die Nutzung von Automatisierung über hybride Clouds und Edge-Umgebungen hinweg zu vereinfachen. Die kürzliche Einführung von Automation Mesh in Kombination mit der neuen Automation-Mesh-Visualisierung bieten ein klares Bild davon, wo die Automatisierung läuft. Hierdurch können IT-Teams die Automatisierung flexibler skalieren, wo immer es erforderlich ist, und die Kapazität erweitern, wenn die Edge-Umgebungen wachsen, um die Automatisierung näher an die Edge-Workflows zu bringen.


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