Klimaschutz ad absurdum Kommentar: Wie PR-Ökologen die Gesellschaft täuschen

Mit einem CO2-Sensor für den Massenmarkt steigt Infineon in die Gassensorik ein.
PR-Ökologen: „Wasser predigen und Wein“

Der Klimawandel ist real und CO2-Emissionen müssen begrenzt werden. Die öffentliche Diskussion läuft jedoch aus dem Ruder: Während für Bürger und Industrie weitreichende Verbote gefordert werden, huldigen Medien und Politiker Aktivisten und Organisationen, welche „Wasser predigen und Wein“ trinken.

Dauergast im Fernsehen und sogar in als konservativ geltenden Medien ist Luisa Neubauer, das „deutsche Gesicht der Fridays-for-Future-Bewegung“, die u.a. Verbote für innerdeutsche Flüge fordert.

Ob man der Öffentlichkeit mit Frau Neubauer eine Vorzeige-Ökologin präsentiert, lassen wir einmal dahingestellt. Fakt ist, ausweislich ihres mittlerweile „bereinigten“ Instagram-Accounts unternahm sie bereits bis zum jungen Alter von 21 Jahren Fernreisen nach Kanada, Honkong, Schweden, England, Marokko, China, Indonesien, Namibia, Schottland, Tanzania, daneben auch noch Frankreich, Italien, Österreich, Belgien, Schweiz, Polen und die Niederlande.

Legt man nur die zehn Fernreisen zu Grunde, hat sie nach dem CO2-Rechner von Atmosfair den Ausstoß von mindestens 27 t CO2 verursacht, im Best Case, wenn sie Economy-Klasse geflogen sein sollte. Wenn sie – was angesichts ihres reichen Elternhauses, der Zigaretten-Dynastie Reemtsma, wahrscheinlich erscheint - Business Class gefolgen sein sollte, erhöhen sich die Emissionen mindestens um Faktor 2. Laut Atmosfair liegt das klimaverträgliche Jahresbudget eines Menschen bei 2,3 t/Jahr, wenn die durchschnittliche Erderwärmung bis 2050 auf 2°C gegenüber dem vorindustriellen Niveau begrenzt werden soll.

Luisa Neubauer hat somit bereits bis zu ihrem 21. Lebensjahr nicht nur 27 t oder mehr CO2 verursacht, sondern damit ihr klimaverträgliches CO2-Jahresbudget für mindestens 12 Jahre verbraucht.

Und dann ist da noch der FC Bayern München…

Laut der Website des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz ist der FC Bayern München sowie seine Tochter, die Allianz Arena München Station GmbH, Partner der Bayerischen Klima-Allianz und hat hierbei am 11. November 2015 mit dem damaligen Ministerpräsidenten Horst Seehofer eine gemeinsame Erklärung abgegeben.

Darin heißt es u.A., „Als Mitglied der Klima-Allianz werden der FC Bayern München und die Allianz Arena München Stadion GmbH versuchen, das Thema Klimaschutz auf verschiedenen Ebenen noch bewusster und nachhaltiger voranzutreiben…die ökologische Grundhaltung will der FC Bayern München auch gegenüber seinen vielen treuen Fans deutlich machen.“

Nun ist ja seit längerem bekannt, dass der FC Bayern München seine Partnerschaft mit der Deutschen Lufthansa AG aufgekündigt hat und nunmehr vom Emirat Katar, vertreten durch deren staatliche Fluggesellschaft Qatar Airways, in Form eines „Platin-Sponsorings“ unterstützt wird.

Folgerichtig (im ökonomischen Sinn) hat der FC Bayern München für seine im Juli 2019 stattgefundene USA-Reise nach Los Angeles auf ein Flugzeug von Qatar Airways zurückgegriffen. Hierfür setzte Qatar Airways kein Flugzeug ein, welches sowieso planmäßig nach München geflogen war, sondern den Airbus A350 mit der Kennung "A7-ALW", welcher erst 6 Stunden im Leerflug von Doha nach München flog, um den FC Bayern aufzunehmen (was in umgekehrter Reihenfolge auch auf dem Rückweg erfolgte, kostenpflichtige Gold-Subscription erforderlich, um die relevanten Daten aus dem Juli 2019 einsehen zu können).

Der eingesetzte Airbus A350 hat einen Durchschnittsverbrauch von 5,8 t Kerosin/Stunde.  Die zwei Leerflüge erzeugten somit bei einem Verbrauch von fast 70 t Kerosin ca. 41 t CO2, weil der FC Bayern als Klimapartner der Bayerischen Staatsregierung für Umwelt keine Maschine einer europäischen Fluglinie chartern wollte.

Ein Porsche Cayenne, eines der Feindbilder der Klimaschutzbewegung, emittiert laut Hersteller rund 210 g CO2 pro Km. Nur die beiden Leerflüge der FC-Bayern-Reise stehen somit für ein komplettes Auto-Leben, der Cayenne hätte dafür 195.000 km fahren können.

Borussia Dortmund hat übrigens zeitgleich für seine USA-Reise einen Linienflug der Lufthansa (Flugnummer LH 490) von Frankfurt nach Seattle genutzt. Auch dieser emittierte natürlich hinreichend CO2, aber wenigstens gab es keine völlig nutzlosen Leerflüge.