Neues Innovations- und Produktionszentrum BMW Werk Landshut startet Carbon-Produktion

Die BMW Group hat in ihrem Landshuter Komponentenwerk eine moderne Fertigungsstätte für leichte Carbonteile in Betrieb genommen. Das Leichtbaumaterial Carbon punktet insbesondere im Bereich der Elektromobilität.

„Als Kompetenzzentrum für Leichtbau und Elektromobilität ist das BMW Werk Landshut von zentraler Bedeutung für die Fertigung von Komponenten aus Carbonfaserverstärkten Kunststoffen (CFK)“, kommentiert Dr. Herbert Diess, Mitglied des Vorstands der BMW AG für Einkauf und Lieferantennetzwerk. Die am Standort Wackersdorf gefertigten Carbonfaser-Gelege werden im BMW Werk Landshut zu CFK-Karosserieteilen weiterverarbeitet und an das BMW Werk Leipzig geliefert, wo ab 2013 der BMW i3 und der BMW i8 produziert werden.

Der BMW i3 ist das erste Großserienfahrzeug mit einer Fahrgastzelle aus Carbon. Moderner Materialeinsatz und intelligenter Leichtbau ermöglichen zum einen große Reichweiten und eine hohe Crashsicherheit. Zum anderen tragen sie zur hohen Fahrdynamik des Fahrzeugs bei. Die Produktion des elektrisch angetriebenen BMW i3 im Werk Leipzig startet im Jahr 2013. 2014 folgt der BMW i8, ein Plug-In-Hybridsportwagen mit Elektroantrieb und Verbrennungsmotor.

Das CFK-Produktionsgebäude in Landshut wurde nach dem Spatenstich im Juli 2010 mit einer Bauzeit von acht Monaten fertig gestellt. Die Investitionen liegen bei rund 40 Millionen Euro. Bis zu 100 Mitarbeiter werden in der CFK-Fertigung ihren Arbeitsplatz finden. Die BMW Group beschäftigt in Landshut rund 3.000 Mitarbeiter. 80 davon wurden letztes Jahr im Zuge des Personalaufbaus für die künftige Produktion von Leichtbau- und Elektromobilitätskomponenten für die BMW i Modelle sowie zur Unterstützung der laufenden Komponentenproduktion eingestellt. Weil die Verarbeitung von Leichtbau-Werkstoffen wie Carbon ein hohes technisches Know-how und spezielle berufliche Kenntnisse notwendig macht, setzt das BMW Werk Landshut beim Kompetenzaufbau verstärkt auf eigenen Nachwuchs. So wurde die Anzahl der Auszubildenden für 2012 von bisher 30 auf jährlich 40 Auszubildende erhöht.