Via QR-Code

Stecker übernimmt Digitalisierungsfunktion

22. Juni 2021, 9:21 Uhr | Corinna Puhlmann-Hespen
Netzwerkstecker
Der Netzwerkstecker von R&M verfügen über einen QR-Code. Dieser enthält einen Link zu den Messdaten, die in der Cloud hinterlegt sind. Durch dieses Feature lässt sich die Projektdokumentation beschleunigen.
© R&M

Damit künftig die Dokumentation der Verkabelung von Gebäuden, Rechenzentren und Breitbandnetzen wesentlich schneller vonstattengehen kann, bietet R&M für seine Netzwerkstecker einen neuen Service an: „Measurement Data on Demand“.

»Mit dem Messdatenservice läuten wir die nächste Phase der Digitalisierung ein«, erklärt Andreas Rüsseler, Chief Marketing Officer des Schweizer Netzwerkspezialisten R&M. »Ein Smartphone, eine App und unser Cloud-Service ersetzen Stapel von Papier.«

Messdaten aus der Cloud

Konkret bedeutet dies, R&M digitalisiert nun das „Persönlichkeitsprofil“ jedes optischen Netzwerksteckers oder der entsprechenden Kabelassemblierung. Über den „DataMatrix“-Code können dann jederzeit die Messwerte aus der Cloud abgerufen werden. Das soll Technikern und Installateuren die Arbeit bei der Dokumentation ganz wesentlich erleichtern.

Bislang dokumentieren Projektverantwortliche die Messdaten und Spezifikationen von Steckern, Assemblies und Netzwerkprodukten überwiegend manuell: Messprotokolle mit Übertragungs- und Dämpfungswerten jedes einzelnen Steckers werden noch ausgedruckt und abgeheftet.

»Der Zeitbedarf für die Dokumentation der Verkabelung eines Netzwerkschranks lässt sich mit unserem Service um bis zu 80 Prozent reduzieren«, führt Andreas Rüsseler ein Beispiel an. Gleichzeitig steigt die Qualität der Dokumentation. Missverständnisse und Fehlerquellen werden quasi ausgeschlossen. Gleichzeitig können Projektverantwortliche ihren Auftraggebern einen einwandfreien Bericht vorlegen, der die Grundlage langfristiger Garantiezusagen bildet.

Laut R&M können insbesondere Rechenzentrumsprojekte von dem digitalisierten Messdatenservice profitieren. Aber auch „Fiber-to-the-Home“- und Gebäudenetzwerke lassen sich damit einfacher verwalten und dokumentieren.

Die Möglichkeiten der Digitalisierung voll ausschöpfen

Andreas Rüsseler kündigt bereits an, diese Art der Digitalisierung auszuweiten: Auch Produkte wie Patchpanel, Racks und Multifaserkabel werde R&M künftig in das Programm aufnehmen. Außerdem will man künftig nach Bedarf auch fiberoptische Messdaten zur Interferometrie und Qualität von Faserendflächen über den Code zur Verfügung stellen. Eine weitere Option besteht darin, über die Cloud Installationsanweisungen für eine fachgerechte Montage z.B. direkt auf die Baustelle zu liefern. 
 

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