Die Nutzungsdauer von Sport- und Fitnesscomputer, die derzeit erhältlich sind, liegt bei ca. 6 bis 9 Stunden. Das reicht für den regelmäßigen Freizeitsport und kürzere Tagestouren. Mehrtägige Hütten- oder Radwandertouren lassen sich damit aber nicht bestreiten, ohne die Geräte wieder aufzuladen. Das Oryx Boards könnte die Grundlage für die nächste Generation von Sportcomputern sein, die für eine Nutzung über mehrere Tage ausgelegt sind. Einen Teil der Peripherie müsste dann z.B. durch GPS Modul oder Empfänger für den Pulsensor ersetzt werden. Mit dem nächst größeren Modell des Memory LCDs ließe sich das Display auch für die Navigation nutzen. Interessante Einsatzmöglichkeiten ergeben sich für die Entwicklung mit dem Oryx-Board aber auch auf dem Medizinsektor: z.B. bei der Arztvisite in Krankenhäusern werden immer noch viele Patientendaten auf Papier erfasst, um sie später manuell in eine zentrales IT System einzugeben. Mobile, mit einem Zentralrechner verbundene Eingabeterminals könnten hier Abhilfe für die Doppelarbeit schaffen. Einfache Messfunktionen für z.B. Temperatur und Puls könnten durch entsprechende Peripherieeinheiten direkt integriert werden. Weitere Daten ließen sich dann ü-ber ein Tastenfeld eingeben. Mit Hilfe des Oryx Boards lassen sich aber auch langlebige interak-tive Spielzeuge realisieren, deren Reaktion sich über das Memory LCD grafisch darstellen lässt. Die »Eingabe« kann zum einen über die Touchsensoren erfolgen, die sich als robustes Interface leicht integrieren lassen, zum anderen lässt sich über den Beschleunigungssensor der Input aus den Bewegungen des Spielzeugs ableiten. Das Resultat könnte ein elektronischer Teddy sein, der auf Berührung seiner Tatzen oder Veränderung seiner Lage reagiert. Liegt er für einige Zeit in der Ecke kann er sich durch integrierte Solarzellen wieder aufladen und erfreut sich so eines langen »Lebens«.
Fernsteuerungen für TV Geräte, Hifi Anlagen oder Set-top Boxen sind noch immer vergleichsweise simple Anwendungen. Mit Hilfe des Oryx Boards könnten sie auch interaktive Funktionen er-füllen - z.B. die einer elektronischen Programmzeitschrift zur Programmierung von Sendern, die sich über das Memory LCD anzeigen lässt - ohne dabei Batteriewechselintervalle zu verkürzen. Weil Fernsteuerungen die meiste Zeit inaktiv sind, ließen sie sich auf Basis des Referenzdesign mit Hilfe kleiner Solarzellen als Energie autarkes System aufsetzen. Über den integrierten Beschleunigungssensor würde die Fernsteuerung sofort aktiviert, sobald der Benutzer das Gerät in die Hand nimmt.