3D-Lidar

Vom Massenmarkt bis zum Premiumsegment

26. August 2019, 14:01 Uhr | Iris Stroh

Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Sensoren beweisen sich bereits im Feld

Yole Development
Für Roboterautos soll die Nachfrage nach Lidar-Systemen deutlich stärker zunehmen als für ADAS-Anwendungen in traditionellen Fahrzeugen.
© Yole Development

Die Vorteile von Vista hat die Automotive-Industrie bereits erkannt. So konnte Cepton im Sommer letzten Jahres bekannt geben, dass der japanische Hersteller Koito Manufacturing, Spezialist für die Fahrzeugbeleuchtung, die Lidar-Sensoren von Cepton in seinen Scheinwerfern einsetzen wird. Darüber hinaus nutzt auch May Mobility die Lidar-Sensoren. Die beiden Unternehmen hatten Anfang 2018 ihre Partnerschaft angekündigt, wonach May Mobility die Lidar-Produkte von Cepton in seinen selbstfahrenden Flotten einsetzen wird. Vorangegangen war bereits ein erfolgreiches Pilotprojekt, bei dem May Mobility Passagiere auf öffentlichen Straßen in Detroit transportiert hatte.

Aber nicht nur der Feldversuch zeigt, dass die Sensoren zuverlässig funktionieren. Die Sensoren haben auch diverse Tests (Vibrationstests und Temperaturtests) durchlaufen, die ihre Zuverlässigkeit unter Beweis stellen.
Ludwig merkt noch an: »Es sind bereits mehr als 500 Vista-Einheiten im Feld, über 200 davon sind in Fahrzeugen verbaut, die hinsichtlich des automatisierten Fahrens bereits Level 4 erreichen.« Und weiter: »Wir haben mittlerweile 41 Kunden, die im Automotive-Markt aktiv sind. Davon sind elf OEMs, jeweils fünf Tier-Ones und Tier-Twos und 20 Startups.«

Marktsegmente jenseits der Automobilindustrie

Cepton adressiert mit seinen Lidar-Sensoren aber nicht nur Anforderungen aus dem Automotive-Markt. Ein zweiter wichtiger Anwendungsbereich ist die Kartierung, sowohl auf dem Boden als auch in der Luft. Ludwig: »Hier gibt es bereits acht Unternehmen, die unsere Sensoren einsetzen, wobei der Schwerpunkt eindeutig bei Unternehmen liegt, die auf unbemannte Luftfahrzeuge, kurz UAVs, setzen.« Dank der geringen Größe und Leistungsaufnahme seien Hersteller von UAVs besonders an den Cepton-Produkten interessiert. Außerdem seien bei UAVs auch Reichweite und hohe Genauigkeit wichtig, zwei Punkte, die ebenfalls für Cepton sprechen.

Auch in diesem Fall bietet Cepton spezialisierte Produkte an, wie beispielsweise den SORA-P60L, der im April dieses Jahres vorgestellt wurde. Der Sensor arbeitet mit einer Bildfrequenz von 400 Hz, sodass »beispielsweise Drohnen für die Kartierung schneller fliegen und mehr Fläche vermessen können«, so Ludwig. Der Sensor zeichnet sich außerdem durch ein geringes Gewicht von 550 g und eine Reichweite von 200 m aus. Wobei Cepton überzeugt ist, dass UAVs in Zukunft weit häufiger zum Einsatz kommen, jenseits der Kartierung. Ein Beispiel ist die autonome Lieferung von Waren mittels Drohnen; hier vermutet Cepton ein enormes Wachstumspotenzial für das Unternehmen.

Ludwig abschließend: »Das sind alles nur Beispiele für mögliche Einsatzgebiete für unsere Lidar-Sensoren, denn sie eignen sich darüber hinaus beispielsweise auch für Überwachungsanlagen, für autonom fahrende Industriefahrzeuge, für die Landwirtschaft sowie Smart-City-Anwendungen und vieles mehr. «

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