Wasserstoff für den Straßengüterverkehr

Rotterdam bekommt 2023 die erste Wasserstofftankstelle für Lkw

4. Mai 2022, 12:52 Uhr | Kathrin Veigel
Air Products Hafen Rotterdam Wasserstofftankstelle
Air Products übernimmt bezüglich der Bereitstellung von Wasserstoff für den Straßengüterverkehr eine Vorreiterrolle und will im kommenden Jahr die erste Wasserstofftankstelle für Lkws in Rotterdam in Betrieb nehmen.
© Air Products

Air Products, Schenk Tanktransport und die Niederländische Organisation für Angewandte Naturwissenschaftliche Forschung arbeiten beim Projekt »Clean Hydrogen and Road Transport« zusammen. Ziel ist es, Wasserstoff-Lkw sowie eine öffentliche Wasserstofftankstelle zu entwickeln.

Das Projekt »Clean Hydrogen and Road Transport« (CH2aRT) konzentriert sich auf den Einsatz von Wasserstoff im Schwerlastverkehr und wird durch das DKTI-Transportprogramm (Demonstration Scheme for Climate Technologies and Innovations in Transport) des niederländischen Ministeriums für Infrastruktur und Wasserwirtschaft subventioniert.

Es wird in Zusammenarbeit mit dem Rotterdamer Hafen durchgeführt, um die größte Wasserstofftankstelle in den Niederlanden zu errichten, die zunächst drei emissionsfreie Lkw von Air Products, Schenk Tanktransport und anderen frühen Wasserstoffanwendern im Rotterdamer Hafengebiet versorgt. Air Products wird die Tankstelle im Botlek-Gebiet bauen und betreiben und auf effiziente und sichere Weise grünen Wasserstoff liefern, während Schenk Tanktransport die Lkw für seine täglichen Logistikaktivitäten nutzen wird. Die Niederländische Organisation für Angewandte Naturwissenschaftliche Forschung (TNO) wird das gesamte Projekt überwachen und die gewonnenen Erkenntnisse für die weitere Entwicklung und Anwendung von Wasserstoff im Schwerlastverkehr nutzen.

Das Projekt trägt auch zu den Ambitionen von HyTrucks bei, einem internationalen Konsortium verschiedener Parteien, das sich zum Ziel gesetzt hat, bis 2025 im Dreieck Rotterdam, Nordrhein-Westfalen und Antwerpen 1.000 wasserstoffbetriebene Lkws im Schwerlastverkehr in großem Umfang einzusetzen. Zu den Parteien, die hier zusammenarbeiten, gehören nicht nur Air Products, sondern auch Hafenunternehmen, Transportunternehmen, Tankstellenbetreiber oder Lkw-Hersteller.

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