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Amazon und Stellantis

Gemeinsame Entwicklung kundenorientierter Vernetzungserlebnisse

Stellantis-Messestand auf der CES 2022.
Stellantis auf der diesjährigen CES.
© Stellantis

Amazon und Stellantis kooperieren bei der Einführung von Softwarelösungen für die digitale Plattform STLA SmartCockpit von Stellantis. Der Automobilhersteller erklärt Amazon Web Services als bevorzugten Cloud-Anbieter für Fahrzeugplattformen, um seine softwarefokussierte Vision umzusetzen.

Die beiden Unternehmen geben eine Reihe internationaler Mehrjahresabkommen bekannt, die das Fahrerlebnis für Millionen von Stellantis-Kunden verbessern soll und den Übergang der Mobilitätsbranche in eine nachhaltige, softwaredefinierte Zukunft unterstützt. Die Geschäftsbeziehung umfasst Amazon Devices, Amazon Web Services (AWS) und Amazon Last Mile.

Stellantis und Amazon werden zusammen am Einsatz von Amazons Technologie- und Software-Know-how in der gesamten Stellantis-Organisation arbeiten – einschließlich der Fahrzeugentwicklung, dem Aufbau des Vernetzungserlebnisses an Bord und der Ausbildung der nächsten Generation von Automotive-Software-Ingenieuren. Gemeinsam werden die beiden Unternehmen eine Reihe von softwarebasierten Produkten und Dienstleistungen entwickeln, die sich nahtlos in das digitale Leben der Kunden einfügen und dank regelmäßiger Over-the-Air-Software-Updates (OTA) im Laufe der Zeit einen Mehrwert schaffen.

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Zusammenarbeit bei STLA SmartCockpit

Amazon und Stellantis werden bei der Software für das STLA SmartCockpit zusammenarbeiten, das ab 2024 in Millionen von Stellantis-Fahrzeugen weltweit eingesetzt werden soll. Die softwaredefinierte Plattform soll sich nahtlos in das digitale Leben der Kunden integrieren. An Bord entstehen individuell zugeschnittene, intuitive Erlebnisse durch KI-gestützte Anwendungen für Unterhaltung, Alexa-fähige Sprachassistenz, Navigation, Fahrzeugwartung, E-Commerce-Marktplätze und Zahlungsdienste.

Die STLA SmartCockpit-Plattform wird speziell für Fahrzeuge entwickelte Amazon-Produkte und -Lösungen nutzen und wird Stellantis die notwendige Flexibilität ermöglichen, um individuelle, marken- und fahrzeugspezifische Funktionen anzubieten. Die Software wird über einen App-Store kuratierte Dienste und Erlebnisse anbieten, die auf einer intelligenten, adaptiven Benutzeroberfläche erscheinen. Präsentiert werden aktuelle, relevante Informationen und Funktionen, die auf die individuellen Bedürfnisse und Vorlieben der Fahrzeuginsassen abgestimmt sind.

STLA SmartCockpit wird sich an das Verhalten und die Interessen der Kunden anpassen – beispielsweise an den Reisestart daheim, unterwegs auf der Straße oder offroad. Chrysler Pacifica-Fahrzeuge könnten zum Beispiel einen Familienausflugs-Planer anbieten, der Medieninhalte, Sehenswürdigkeiten, Restaurants und andere unterhaltsame Stopps entlang der Route empfiehlt. Jeep-Fahrzeuge könnten mit einem digitalen Offroad-Coach ausgestattet sein, der den Kunden hilft, das Fahrzeug zu kalibrieren und die Leistung zu optimieren, bevor sie sich auf anspruchsvolles Terrain begeben.

Die Integration mit Amazons Smart-Home- und Sicherheitsdiensten soll es den Kunden ermöglichen, ihr Zuhause von unterwegs aus proaktiv im Auge zu behalten und zu verwalten. Stellantis-Kunden werden ihre Fahrzeuge mithilfe ihrer Alexa-fähigen Geräte zu Hause oder direkt in der Alexa-App verwalten können, einschließlich der Verwendung von benutzerdefinierten Alexa Skills zur Temperaturkontrolle im Fahrzeug vor dem Einsteigen, Wartungs-Planung oder Bestellung von Zubehör.

Die Entwicklungsarbeit am STLA SmartCockpit wird das von Stellantis und Foxconn im Jahr 2021 gegründete Joint Venture Mobile Drive nutzen, um digitale Cockpits und maßgeschneiderte vernetzte Dienste zu entwickeln.

Gemeinsame Entwicklung und Innovation

Im Zuge des mehrjährigen Engagements hat Stellantis AWS zum bevorzugten Cloud-Anbieter für Fahrzeugplattformen erklärt. Gemeinsam planen Stellantis und Amazon den Aufbau der nächsten Generation von Cloud-fähiger Infrastruktur für Fahrzeugplattformen, einschließlich des STLA SmartCockpits.

Stellantis plant, seine derzeitige Fahrzeugdaten-Pipeline über alle Marken und Regionen hinweg in ein Cloud-basiertes Datennetz zu migrieren und dabei die Services von AWS für skalierbares und dauerhaftes Echtzeit-Daten-Streaming zu nutzen. Durch die Umstellung auf ein AWS-basiertes Datennetz können die Ingenieure von Stellantis jeweils die Tools und Schnittstellen verwenden, die für einzelne Projekte am besten geeignet sind. Stellantis zielt ebenfalls darauf ab, die Time-to-Market neuer digitaler Produkte zu beschleunigen, die das maschinelle Lernen von AWS nutzen, um eine stärkere Personalisierung und eine präzisere, vorausschauende Wartung zu ermöglichen.

Beide Unternehmen erstellen eine Cloud-basierte Produktentwicklungsumgebung namens Virtual Engineering Workbench, die automatisierte Arbeitsabläufe für das Management von Softwareentwicklung und -tests, Hochleistungssimulationen, Training von Modellen für maschinelles Lernen sowie Datenerfassung und -analyse bietet.


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