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Fortsetzung des Artikels von Teil 1

ActiveShuttle mit Advanced Interaction

Das fahrerlose Transportsystem »ActiveShuttle« von Bosch Rexroth bietet jetzt Stereo-Tiefenkameras für die Erfassung des Raums in 3D.
Das fahrerlose Transportsystem »ActiveShuttle« von Bosch Rexroth bietet jetzt Stereo-Tiefenkameras für die Erfassung des Raums in 3D.
© Bosch Rexroth

Darüber hinaus stellt Bosch Rexroth auf der Motek die zweite Generation seines fahrerlosen Transportsystems „ActiveShuttle“ vor. Dank kamerabasierter 3D-Hinderniserkennung erreichen Objektschutz und Orientierung ein hohes Niveau; das Einsatzspektrum umfasst jetzt auch in den Fahrweg hineinragende Objekte. Das ebenfalls neu integrierte Touchscreen-Display ermöglicht eine individuelle Konfiguration und ein schnelles Fehlermanagement direkt am mobilen Roboter. Im Sinne von Intralogistik 4.0 kommuniziert die aktualisierte Steuerungs-Software AMS (ActiveShuttle Management System) nahtlos mit der Montage und erlaubt jetzt auch individuelle Transportaufträge mit konfigurierbaren Job-Templates.

Mit dem ActiveShuttle will Bosch Rexroth den aktuellen Anforderungen der Intralogistik begegnen: immer komplexere Materialflüsse, zunehmende Komponentenvielfalt und schwankende Produktionszahlen. Durch autonome Transporte lassen sich Intralogistikprozesse flexibel realisieren, ohne die Fabrikinfrastruktur anpassen zu müssen. Das robust ausgelegte ActiveShuttle befördert Bodenroller mit Kleinladungsträgern und einer Gesamtlast von bis zu 260 kg vollautomatisiert durch die Werkshalle. Im Sinne möglichst hoher Effizienz lässt sich das ActiveShuttle einfach in den Shopfloor integrieren (Plug & Go), intuitiv bedienen und vernetzen.

3D Hinderniserkennung steigert Mobilität und Objektschutz

Dank des integrierten Objekt- und Personenschutzes kann sich das überarbeitete ActiveShuttle mit Advanced Interaction frei im Werk bewegen. Zusätzlich zum Sicherheits-Laserscanner erfassen nun Stereo-Tiefenkameras den Raum in 3D. Neben hohen und niedrigen Hindernissen werden auch in den Fahrweg hereinragende Objekte jenseits der Laserreichweite erkannt. So kann der mobile Roboter rechtzeitig abbremsen und ausweichen.

Das erweiterte Erkennungsvermögen erhöht nicht nur den Unfallschutz, sondern vergrößert auch das Einsatzspektrum auf enge, zugestellte oder nicht-standardisierte Umgebungen ohne definierte Stellflächen. Mit Blick auf die Zukunft legt das Kamerasystem schon heute die Basis für die selbständige Suche und Erkennung von Materialquellen (Go & See).

Touchscreen-Display: Interaktion an Ort und Stelle

Mit dem ActiveShuttle lassen sich vielfältige Versorgungsprinzipien realisieren, etwa zyklische Transporte oder die bedarfsorientierte Materialversorgung. Das neu in die Fahrzeugkonsole integrierte Touchscreen-Display sorgt dabei für höhere Effizienz an Ort und Stelle, weil das Bedienpersonal nun direkt und intuitiv mit dem mobilen Roboter interagieren kann. Das schafft mehr Transparenz durch Job- und Statusinformationen, spart Zeit bei der Diagnose und Behebung von Fehlern und vereinfacht das Boarding – die Anmeldung des mobilen Roboters am übergeordneten Managementsystem.

Auftrags- und Flottenmanagement noch flexibler und individueller

Im Zuge der Neuerungen hat Bosch Rexroth auch den Funktionsumfang des ActiveShuttle Management System (AMS) erweitert. Das AMS ist eine umfassende Software zur Flotten- und Auftragssteuerung, die jetzt noch mehr Freiheitsgrade bietet. Zusätzlich zu einfachen Transportbewegungen von Quelle zu Senke lassen sich nun auch komplexe Arbeitssequenzen erstellen. So können Anwender beispielweise Referenzfahrten definieren oder erweiterte Funktionen nutzen. Im Sinne der Maschine-zu-Maschine-Kommunikation kann das ActiveShuttle etwa an bestimmten Wegpunkten Signale senden oder erst auf ein entsprechendes Signal hin losfahren.

Die Auftragsübermittlung an das ActiveShuttle erfolgt vollautomatisiert aus übergeordneten IT-Systemen wie etwa MES und ERP oder manuell über die webbasierte Bedienoberfläche via PC oder Tablet. Mit dem Ziel, Montage und Logistik nahtlos miteinander zu vernetzen, wird die Anbindung an die Shopfloor-Infrastruktur kontinuierlich erweitert. Maschinen, Roboter und Sensoren wie etwa Dash-Buttons können so über verschiedene Standardschnittstellen direkt mit dem AMS kommunizieren und etwa bei Materialknappheit Nachschub anfordern. Im Hinblick auf eine genormte Kommunikationsschnittstelle für den Datenaustausch zwischen fahrerlosen Transport- und Leitsystemen unterstützt das AMS den Standard VDA 5050.

Bosch Rexroth auf der Motek: Halle 3, Stand 3305


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