M2M im lizenzierten Spektrum

Der Kampf um die IoT-Vernetzung

3. Februar 2017, 7:08 Uhr | Heinz Arnold

Fortsetzung des Artikels von Teil 2

Die Pluspunkte für NB-IoT

Als einer der großen Pluspunkte führt Hierl an, dass das System Sicherheit garantiert: Es ist beispielsweise geschützt, falls die Eigentümer der Netze wechseln sollten. Und natürlich ist NB-IoT gegenüber den typischen Problemen immun, die im unlizenzierten Bändern (433, 868 MHz) auftreten: Weil die Bänder überbesetzt sind, kann es immer wieder zu Ausfällen kommen. Die Interoperabilität verschiedener Dienste auf der gleichen Frequenz ist eben nicht immer gesichert. Außerdem ist er davon überzeugt, dass NB-IoT keinerlei Skalierungsprobleme haben werde. »Auf Basis des zellulären Systems erhalten die Anwender den vollen Komfort und die volle Sicherheit, die damit untrennbar einhergehen«, so Hierl. Aber sind die zellulären Systeme nicht viel zu teuer? Auch hier sieht keinen Grund für Bedenken: »Die Kosten gehen mit steigenden Stückzahlen zurück, während bei Sigfox und verwandten Systemen für die Sicherheit extra zu bezahlen ist.« Er wagt die Prognose, dass ein NB-IoT-Modul im nächsten Jahr bereits für 5 Dollar zu haben sein wird. »Da dürfen wir gespannt sein, ob die Modulpreise der alternativen LPWAN-Technbiken im unlizenzierten Spektrum mithalten können«, meist Hierl. Er glaubt es eher nicht, weil die Stückzahlen nicht so hoch liegen werden. Auch die Tarife lägen durchaus auf einem hohen Niveau und es sei nicht damit zu rechnen, dass sie plötzlich fielen.  

Zudem sieht er Quectel als  Modulhersteller in einer sehr günstigen Position, um von dem Wachstum des NB-IoT-Marktes profitieren zu können. Vor allem könne ein Modulhersteller sehr gut skalieren. Bei fest definierten Modulgrößen, könne das Unternehmen die Module je nach Anforderungen entwickeln und auf die lokalen Märkte anpassen. Das fällt ins Gewicht, denn für LTE sind nicht weniger als 44 Bänder freigegeben: »Ob 1800, 900, 850, 800 MHz, ob CAT1, 2G, 3G, LTE, 5G oder was immer, wir können mit unseren Module alle Kombinationen abdecken, das ist unser großer Vorteil. Wenn die Anwender es wollen, können wir auch SIM-Karten einsetzen.«

Das ist ein weiterer Vorteil: Denn NB-IoT kennt bisher kein Multimedia und kein SMS, verwendet aber konventionelle SIM-Karten und SIM-Karten, die bis 8 Netzbetreiberprofile speichern können. Doch nicht nur das: die Karten sind programmierbar und lassen sich über die Luftschnittstelle auf andere Netzbetreiber umprogrammieren. Außerdem sind sie über Secure Element geschützt, eine Technik die entwickelt wurde, um Autos mit Connectivity zu versorgen. Das sorgt für zusätzliche Flexibilität.

Dominikus Hierl, Quecktel: »Ob 1800, 900, 850, 800 MHz, ob CAT1, 2G, 3G, LTE, 5G oder was immer, wir können mit unseren Module alle Kombinationen abdecken, das ist unser großer Vorteil. Wenn die Anwender es wollen, können wir auch SIM-Karten einsetzen.«

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