Diagnose-Softwaretools für die Industrie

Inbetriebnahme-Algorithmen minimieren Risiken

11. August 2022, 13:13 Uhr | Andreas Knoll
Heino Brose, Geschäftsführer von Synostik
Heino Brose, Synostik: »Die Inbetriebnahme kann jetzt von jedem Mitarbeiter durchgeführt werden.«
© Synostik

Synostik hat seine Diagnose-Softwaretools für IIoT-Systeme um Inbetriebnahme-Algorithmen für die industrielle Fertigung ergänzt. Die Algorithmen ermöglichen das Konfigurieren, Parametrieren und Kodieren technischer Systeme und optimieren dadurch die Inbetriebnahme industrieller Anwendungen.

»Die von uns entwickelten Algorithmen lassen sich vor allem dazu nutzen, die geführte Inbetriebnahme eines Systems über elektronische Medien zu ermöglichen«, sagt Heino Brose, Geschäftsführer der Synostik GmbH. »Das in Wissensdatenbanken hinterlegte Know-how steht sowohl für weniger erfahrene Mitarbeiter als auch für Folgeprojekte zur Verfügung.«

Die Inbetriebnahme komplexer Anlagen ist aufwendig, risikoreich und oft sehr fehlersensibel. Denn Maschinen und Anlagen müssen vor ihrem ersten Einsatz im betrieblichen Alltag auf Funktionsfähigkeit, ordnungsgemäßen Betrieb sowie auf Sicherheit und Qualität getestet werden. Besonders bei Sondermaschinen oder speziell nach Kundenwunsch gefertigten Anlagen wird im Anschluss an die Montage ein Probebetrieb und eine Endprüfungsphase notwendig. Während dieses Testlaufs bestehen in den meisten Fällen deutlich erhöhte Risiken für Unfälle oder gesundheitliche Beeinträchtigungen. Hier setzen die von Synostik entwickelten Algorithmen an und minimieren diese Probleme.

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Digitalisierte Inbetriebnahme für mehr Sicherheit und Transparenz

Um die Abläufe für eine ganzheitliche Inbetriebnahme zu optimieren, hat Synostik eine Möglichkeit entwickelt, sämtliche Prozessschritte in digitale Algorithmen zu überführen. Diese tool-gestützte Inbetriebnahme sorgt dem IT-Dienstleister zufolge für optimale Sicherheit, weil die digitale Variante den Einsatz von noch nicht geschultem Personal verringern könne und so Unfällen aktiv vorbeuge. Vor allem würden mögliche Probleme im Vorfeld erkannt und ließen sich eliminieren, was wiederum möglichen Schäden an Mensch und Maschine vorbeuge. Ein zusätzlicher Vorteil: Die Algorithmen liegen als XML-Datei vor und können zur Weiterverarbeitung leicht konvertiert und in jedes kundenspezifische Format überführt werden.

Erstellung von Algorithmen mithilfe des DiagnoseDesigners

Über die Methodik des DiagnoseDesigns werden mit dem Synostik-Tool Inbetriebnahme-Algorithmen erstellt. Diese lassen sich nach Belieben auf Kundenanforderungen für deren Systeme und Geräte anpassen. Das Tool bietet eine grafische Systemvisualisierung, auf deren Basis frühzeitig potenzielle Fehler und ihre möglichen Ursachen vollständig erfasst werden. Ferner ermöglichen die detaillierten Anweisungen zur Inbetriebnahme und zur Fehlerbehebung ein schnelles Herstellen der System-Funktionalität unabhängig vom Erfahrungsstand der Techniker.

Umfassende Übersicht über mobile App

Mithilfe der Smartphone-App „DIANA“ von Synostik lassen sich Anweisungen und Abweichungen in der Inbetriebnahme einer Maschine zuverlässig identifizieren und Anleitungen zur Problembehebung abrufen. Mithilfe eines KI-gestützten Chatbots werden Symptome im Dialog mit den Anwendern ausgewertet. Dadurch lassen sich mögliche Fehlerursachen identifizieren und im Ausschlussverfahren weiter eingrenzen. »Eine standardisierte und detailreiche Inbetriebnahme eines Produkts kann nicht nur Kosten, sondern den Anwendern auch viel Arbeitsaufwand ersparen«, führt Heino Brose aus. »Der Einsatz unserer schrittbasierten Anweisungen hilft, den Prozess der Inbetriebnahme von Geräten und Anlagen in Maschinenparks fehlerfrei und erfolgreich abzuschließen. Der Einsatz von Fachpersonal ist dafür nicht mehr zwingend notwendig. Die Inbetriebnahme kann nun von jedem Mitarbeiter durchgeführt werden.«

Die Nutzung der digitalen Software-Tools von Synostik soll sowohl eine schnelle Inbetriebnahme von Anlagen als auch deren effiziente Wartung und Reparatur ermöglichen. Das führe zu Kostenreduzierung und geringeren Stillstandzeiten.


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