Plattform Industrie 4.0 vor dem Aus

»Deutschland hat die erste Halbzeit verloren«

10. Februar 2015, 9:44 Uhr | Karin Zühlke

Fortsetzung des Artikels von Teil 1

T-Systems nimmt das Heft in die Hand

T-Systems selber will nach den Worten ihres Chefs mit gutem Beispiel vorangehen und hat – angeblich auch auf Bitte der Bundeskanzlerin hin – eine gemeinsame Initiative mit Fraunhofer gegründet. »Das ist der erste pragmatische Ansatz, nicht über Gremienarbeit, sondern über Inhalt zu arbeiten. Wenn wir das hinbekommen, dann haben wir eine Chance, dem IIC Paroli zu bieten«, unterstreicht Clemens.
Dass die drei von Haus aus »kulturell« sehr unterschiedlichen Trägerverbände ZVEI, VDMA und Bitkom gemeinsam Industrie 4.0 auf die Schiene setzen sollten, sorgte zur Hannover Messe 2013 für mildes Erstaunen  unter Insidern, gingen sich diese Verbände doch bisher lieber aus dem Weg. Auf der HMI 2013 war unter breitem öffentlichem Interesse die Industrie-4.0-Plattform aus der Taufe gehoben worden.

Flankierend zur Dialogplattform will die Bundesregierung auch ein neues Technologieprogramm  auflegen mit dem Namen »Smart Service Welt«. Damit sollen vor allem smarte Dienstleistungen rund um Industrie 4.0 gefördert werden. Auch der Mittelstand rückt offenbar endlich mehr in den Blickpunkt der Berliner Regierung: Um den Technologietransfer in den Mittelstand zu unterstützen, soll es ab »Frühherbst 2015 bundesweit fünf Demonstrations- und Informationszentren einrichten (Nord, Süd, Ost, West, Mitte), die sich untereinander vernetzen«, so die Erklärung. Wo die einzelnen Zentren entstehen, darüber wird derzeit verhandelt. Das Süd-Zentrum soll wohl in München angesiedelt werden.

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