Schwerpunkte

Lufttaxis für medizinische Zwecke

Bald Corona-Tests per Drohne?

26. März 2020, 10:29 Uhr   |  Karin Zühlke

Bald Corona-Tests per Drohne?
© flynex

Was vor wenigen Wochen in Hamburg noch als Pilot-Projekt erfolgreich getestet wurde, findet durch die Corona-Krise auf einmal Einzug in die Realität: Drohnen als Lufttaxis für medizinische Zwecke.

Das Leipziger Unternehmen FlyNex hat zusammen mit dem BMVI, Lufthansa Technik, ZAL, der GLVI, der Stadt Hamburg und anderen, mit dem Medifly-Hamburg-Projekt Anfang Februar unter echten Bedingungen gezeigt, dass der Transport von medizinischen Gütern zwischen Krankenhäusern einwandfrei möglich ist.

Aber auch Polizei, THW und Feuerwehren greifen immer öfter in den letzten Tagen auf Drohnen zurück. Inzwischen sind die meisten Einsatzkräfte mit eigenen Geräten ausgestattet.

FlyNex unterstützt jetzt Ersthelfer und Behörden auf eigene Kosten, wenn Drohnen aus der Luft bei Staumessungen, zum Transport oder zu anderen Zwecken fliegen sollen. Für den Mitgründer von FlyNex, Christian Caballero, ist das Angebot ein solidarischer Dienst in der aktuellen Situation. „Wir sehen auch, wie Drohnen etwa in China oder Spanien zum Teil eingesetzt wurden. Diese Einsatz-Szenarien sehen wir hier in Deutschland allein aus Datenschutz- und Gründen eines verantwortlichen, helfenden Handels definitiv nicht. Wir wollen in der derzeitigen Lage als junges Unternehmen helfen und uns mit den Einsatzkräften solidarisch zeigen.

Wenn Rettungsdienste, Krankenhäuser, Polizei oder Feuerwehren auf einen Drohnen-Einsatz zurückgreifen wollen, stehen wir nach unseren Kapazitäten zur Verfügung“, betont Christian Caballero, COO und Mitgründer von FlyNex in Hamburg.
Erste Einrichtungen und Behörden haben in den letzten Tagen schon Kontakt aufgenommen, um hier bei Engpässen und bestimmten Aufgaben auf Drohnen-Flüge zurück greifen zu können. FlyNex unterstützt bei der gesamten Abwicklung, stellt notfalls auch ein Fluggerät.

Die Arbeit leistet FlyNex unentgeltlich und setzt seine Mitarbeiter bei Bedarf auch vor Ort zur freiwilligen Unterstützung ein.

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