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Markt für Foto- und Videokameras

93% Rückgang durch Smartphones

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Der Verkauf von Kameras ist durch die verbesserten Smartphones mittlerweile auf das Niveau von 1951 gesunken.
© Statista

Das Smartphone ist die neue Kamera. Die Bildsensoren werden immer kleiner und besser, die Rechenleistung ermöglicht eine ausgefeilte Bildverbesserung in Echtzeit. So nähern sich Smartphone-Fotos immer mehr der Qualität an, die früher teuren Wechselobjektivkameras vorbehalten war.

Die in Chart 1 aufgezeigte Entwicklung gilt nicht nur für das obere Ende des Smartphone-Marktes. In den letzten Jahren haben sich die Smartphone-Kameras im Allgemeinen deutlich verbessert. Und zwar so sehr, dass viele Menschen keine Notwendigkeit mehr sehen, eine spezielle Kamera zu kaufen. Während Profis und Fotoenthusiasten mit High-End-Kameras und -Objektiven in jedem Fall bessere Ergebnisse erzielen werden, machen moderne Smartphones Bilder, die für die Ansprüche des Otto-Normal-Verbrauchers problemlos ausreichen.

Für die Kamera- und Fotoausrüstungsindustrie hat der Aufstieg der Smartphone-Fotografie verheerende Auswirkungen. Laut CIPA, einem in Japan ansässigen Industrieverband, dem unter anderem Olympus, Canon und Nikon angehören, sind die weltweiten Kameralieferungen zwischen 2010 und 2020 um 93 Prozent zurückgegangen, womit das Wachstum von mehr als vier Jahrzehnten zunichte gemacht wurde. Der steile Rückgang wurde vor allem durch einen Rückgang der Lieferungen von Digitalkameras mit eingebautem Objektiv verursacht, die vor dem Aufkommen der Smartphone-Fotografie von Gelegenheitsfotografen verwendet wurden.

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