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Energiespeicherung von morgen

Bayerisches Zentrum für Batterietechnik eröffnet

Bei der Eröffnung des BayBatt darf Ministerin Marion Kiechle gleich mitforschen.
Bei der Eröffnung des BayBatt darf Ministerin Marion Kiechle gleich mitforschen.
© Universität Bayreuth

Der Startschuss für die nächste Generation sicherer, intelligenter und nachhaltiger Energiespeicher ist gefallen: Das neue Bayerische Zentrum für Batterietechnik nimmt seine Arbeit auf.

In den kommenden fünf Jahren wird der Freistaat 25 Mio. Euro in den Aufbau des Bayerischen Zentrums für Batterietechnik (BayBatt) in Bayreuth investieren und damit insgesamt 114 neue Stellen schaffen, davon zwölf Professuren. Das BayBatt widmet sich der Erforschung und Weiterentwicklung von Batterien als interagierende, intelligente Systeme. Mit dieser Fokussierung ist das Batteriezentrum bislang einzigartig in Deutschland.

Im Rahmen der Eröffnung des Zenrums am 6. September erklärte die bayerische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst Prof. Dr. med. Marion Kiechle: »Die Gründung von BayBatt ist die konsequente wissenschafts- und wirtschaftspolitische Antwort auf aktuelle und zukünftige Energie- und Mobilitätsfragen – ein Leuchtturmprojekt im wissenschaftlichen Zukunftsfeld Batterieforschung und -entwicklung. BayBatt soll Brücken bauen zwischen den Forschungseinrichtungen zu Batteriematerialien einerseits und den ingenieurwissenschaftlichen Lehrstühlen und Forschungseinrichtungen großer Automobil- und Gerätehersteller, die an den Komplettsystemen arbeiten, andererseits.« 

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Eröffnung des Batteriezentrums BayBatt

Am 6. September wurde das neue Bayerische Zentrum für Batterietechnik BayBatt in Bayreuth eröffnet.
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Investition in Batterietechnik bedeutet auch gleichzeitig Investition in Elektromobilität.
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Der Parkplatz der Universität Bayreuth eignet sich gut als Teststrecke.
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BayBatt wird sich in Forschung und Lehre der gesamten Wertschöpfungskette von Batterien widmen, vom Material über intelligente Systeme und vernetzte Speicher bis hin zur Batteriesicherheit. Wissenschaftler aus vier Fakultäten der Universität Bayreuth sind am BayBatt beteiligt: aus der Physik (Fakultät für Mathematik, Physik und Informatik), der Chemie (Fakultät für Chemie, Biologie und Geowissenschaften), der Wirtschaftsinformatik (Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät) und den Ingenieurwissenschaften (Fakultät für Ingenieurwissenschaften).

»Mit dieser Interdisziplinarität überwindet die Universität Bayreuth die für die deutsche Forschungslandschaft bisher charakteristische Trennung in Disziplinen«, meint Prof. Dr.-Ing. Michael Danzer, Inhaber des Lehrstuhls Elektrische Energiesysteme und Leiter des BayBatt. »Das neue Bayerische Zentrum für Batterietechnik soll an den Schnittstellen von Materialwissenschaft, Elektrochemie, Ingenieurwissenschaft, Informationstechnologie und Ökonomie interdisziplinär forschen und entwickeln.«
 

Vier wissenschaftliche Schwerpunkte

Das Zentrum widmet sich vier wissenschaftliche Schwerpunkten: sicheren High-Performance-Materialien, Grenzflächenphänomenen und Transportprozessen, intelligenten Batterien sowie vernetzten Batteriespeichern. Ein wichtiger Aspekt dabei ist die informationstechnische und wirtschaftliche Einbettung vernetzter Batteriespeicher in komplette Energiesysteme.

Für den wissenschaftlichen Nachwuchs sollen darüber hinaus ein Bachelor- und ein Masterstudiengang »Batterietechnologie und Batteriesystemtechnik« entwickelt werden. Zudem soll die Campus-Akademie ein wissenschaftliches Fortbildungsangebot »Batterietechnik« für Interessierte mit natur- oder ingenieurwissenschaftlicher Vorbildung entwickeln.


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