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Heimnetz-Studie

Optische Konnektivität sichert Gaming-Spaß

27. Oktober 2020, 14:22 Uhr   |  Kathrin Veigel

Optische Konnektivität sichert Gaming-Spaß
© Shutterstock

POFs sorgen für ein optimales Nutzererlebnis bei Online-Gaming und Multimedia-Streaming.

Der Anbieter von Gigabit-Konnektivität KDPOF hat im Zuge einer Studie untersucht, welche Art der Heimvernetzung das beste Erlebnis für Online-Gaming und Videostreaming bietet. Optische Polymerfasern spielen dabei eine große Rolle.

Bei Online-Spielen kann die Verzögerung zwischen einer Handlung, die der Spieler auszuführen beabsichtigt, und ihrer tatsächlichen Auswirkung auf den Bildschirm das Spielerlebnis völlig ruinieren. Unter Spielern ist diese Latenz als Ping oder Lag bekannt. Die vom Spieler ausgegebene Aktion muss verschiedene Netzwerksegmente durchlaufen, bis sie den Spieleserver erreicht. Der verarbeitet sie und schickt die Antwort zurück an den Spieler. Zeiten über 150 ms sind ein inakzeptables Erlebnis, während Zahlen unter 20 ms als sehr gute Differenz gelten.

»Es gibt drei Hauptsegmente, die das Latenzniveau beeinflussen können: Online-Spieleserver, Zugriffsnetz und Heimnetz«, erläutert Carlos Pardo, CEO und Mitgründer von KDPOF. »Unsere Studie hat gezeigt, dass das Heimnetz eine Schlüsselrolle für das gesamte Erlebnis spielt. Die Durchschnittswerte reichten von nur 1 ms bis zu 30 ms.« Eine gute Lösung sind Verbindungen über optische Polymerfaser (POF). Sie bieten eine sehr geringe Latenz und Jitter, ähnlich zu Ethernet, jedoch ohne sichtbare Kabelführung.

Bedeutung niedriger Latenzzeiten für Heimnetze

Wi-Fi ist heute die beliebteste Heimnetztechnologie. Leider bietet sie wenig Kontrolle darüber, wann jeder Knoten Zugang zum Netz hat. Ein Paketverlust ist bei Diensten wie dem Web-Browsing nicht spürbar, bei Aktivitäten und Diensten mit Videos führen die Abstürze jedoch zu Latenzspitzen. Die Pakete müssen erneut übertragen werden. Dadurch dauert es länger, bis die Daten das andere Ende erreichen. Wenn ein Gerät in der gleichen Umgebung direkt mit dem Zugangsrouter über Ethernet verbunden ist, ändert sich das Bild erheblich. Daher ist es nicht überraschend, dass Spieler aufgrund dieser Effekte ihre Verbindung lieber über Kabel als über Wi-Fi herstellen. Die Verzögerungen werden mit der rapiden Zunahme von mehreren Wi-Fi-Zugangspunkten mit Wi-Fi-Mesh im Haus noch schlimmer.

Optische Polymerfaser kombiniert mit Wi-Fi

Da die kabelgebundene Konnektivität nur eine vernachlässigbare Latenzzeit bedeutet, ist sie für das Heimnetz dem Wi-Fi vorzuziehen. Durch die einfache Installation, die fehlenden visuellen Nebeneffekte, die Robustheit und Stabilität ist die optische Polymerfaser die passende Lösung, um zu einem guten Online-Gaming-Erlebnis beizutragen.

Das optimale Heimnetz kombiniert die Vorteile eines POF-Backbones mit Wi-Fi-Zugangspunkten im ganzen Haus. Das sichert jedem Zugangspunkt eine Geschwindigkeit von 1 Gb/s und vermeidet Verluste, die bei drahtlosen Netzwerken aufgrund von Entfernung, Wänden oder Interferenzen inhärent vorhanden sind. Während die Latenzen von Wi-Fi-Verbindungen im Bereich von Millisekunden liegen, sind es bei POF Mikrosekunden, das heißt tausendmal besser.

POF lässt sich leicht in jedem beliebigen Kanal im ganzen Haus installieren: in Strom-, Koaxial- oder Telefonleitungen oder leicht versteckt an Wänden, unter Teppichen oder durch Zwischendecken. Geräte, die über Wi-Fi mit dem Netzwerk verbunden sind, nutzen diese Verbindung weiterhin, profitieren aber gleichzeitig von der dedizierten Geschwindigkeit von 1 Gb/s des POF-Netzwerks. Damit ist die Wi-Fi-Geschwindigkeit überall im Haus genauso hoch wie in der Nähe des Routers.

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