Umsatzrückgang und sinkende Margen

»Das lässt sich nicht beschönigen«

13. März 2020, 12:21 Uhr | Anja Zierler
Kurhan/stock.adobe.com
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Unsicherheiten trüben die Wirtschaft, Investitionen werden zögerlich getätigt oder fallen weg. Dass davon auch der Displaymarkt betroffen ist, zeigt eine Nachfrage bei den Herstellern.

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Eberhard Schill, Kyocera.
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Experten-Statements

China und der Preisdruck

Der LCD-Kapazitätsausbau in China führt zu Preisdruck, chinesische Firmen dominieren zusehends den Display-Markt: Wie erleben die Unternehmen die Situation?

Steffen Eber, Geschäftsführer Electronic Assembly: »Chinesische oder asiatische Hersteller dominieren schon immer den Markt, das ist soweit nichts Neues. Das gilt ebenso für die wachsenden Produktionen wie auch den steigenden Preisdruck. Der Preisdruck wütet aber vor allem im sogenannten Consumer-Bereich, wie bei TVs, Mobiltelefonen etc. und bei großen Displaymonitoren. Im Bereich der Industriedisplays, im Bereich Automotive oder in der Medizin spielen Qualität, Verfügbarkeit und eine lange Lebensdauer sowie ein umfassender Support für die Abnehmer eine große Rolle, sodass sich der Preisdruck nur mittelbar und deutlich geringer auswirkt als bei Consumer-Produkten.

Zudem erfährt der Displaymarkt noch immer hohe Wachstumsraten, sodass zunehmende Produktionszahlen auch ihre Abnehmer finden. Hinzukommen auch die weiteren neuen Displaytechnologien. In Bezug auf China spielt natürlich zudem die Zollpolitik der USA eine nicht unwesentliche Rolle, sodass chinesische Hersteller selbst zunehmend dem Preisdruck auf dem internationalen Markt ausgesetzt sind.«

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Steffen Eber, Electronic Assembly.
© Electronic Assembly

Michael Hußmann, Display Elektronik: »China ist mittlerweile bei industriellen Anwendungen fast ausschließlich Lieferant von Displays, historisch gesehen sicherlich noch Taiwan. Japan spielt eigentlich nicht mehr die Rolle. Andere Länder, zum Beispiel Indonesien oder Südamerika, wären vom Lohnniveau sicherlich günstiger. Dort gibt es aber andere Umstände, die eine derartige Produktion nicht zulassen würden. In China versucht man nun die gestiegenen Lohnkosten durch mehr Automation zu kompensieren.«

Eberhard Schill, Kyocera: »Eine Produktion außerhalb Chinas ist kostenmäßig nicht vergleichbar. Sie macht nur für ganz spezielle Anforderungen Sinn. Kyocera hat Fertigungen und Partner in China, um dem Kostendruck zu begegnen und langfristig als zuverlässiger Lieferant verfügbar zu sein.«

Rudolf Sosnowsky, Hy-Line: »Wir nehmen den Trend wahr und arbeiten zunehmend mehr mit chinesischen Partnern zusammen. Es ist eine Herausforderung, den richtigen zu finden, nicht nur wegen des Preises, sondern auch in Bezug auf Technologie und Qualität. Besonders die Einhaltung einer permanent gleich hohen Qualität ist eine Aufgabe. Wir schätzen die große Flexibilität unserer chinesischen Partner, die eine schnelle Reaktion auf (geänderte) Kundenwünsche ermöglicht.«

Rudolf Sosnowsky, Hy-Line Computer Components.
Rudolf Sosnowsky, Hy-Line Computer Components.
© Hy-Line Computer Components

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