Umsatzrückgang und sinkende Margen

»Das lässt sich nicht beschönigen«

13. März 2020, 12:21 Uhr | Anja Zierler
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Im Industriebereich deutlicher Umsatzrückgang

Leider haben wir im Industriebereich, im Gegensatz zum Consumermarkt, einen deutlichen Umsatzrückgang zu verzeichnen. Das lässt sich nicht beschönigen«, so Steffen Eber, Geschäftsführer von Electronic Assembly. Die Ursachen lägen seiner Ansicht nach vor allem in den politischen Unsicherheiten in Bezug auf den Brexit, die gesamte europäische Uneinigkeit mit Finanzproblemen, etwa in Italien und Griechenland, sowie die Wirtschafts- und Zollpolitik der USA. »Die Wirtschaft braucht Rechtssicherheit und Wachstumsperspektiven, keine Einschränkungen und Bürokratieanstieg. Aus diesem Grund sind viele Investitionen und Projekte vorerst auf Eis gelegt worden oder werden sich zeitlich verzögern. Man stelle sich vor, dass einige Firmen für Produkte in England momentan gar keine Preise mehr kalkulieren können, da zusätzliche Kosten und Zölle unbekannt sind. Dies wirkt sich letztendlich auf die gesamte Wirtschaft bis hin zum Endkunden aus.«

Trotzdem erwartet der Experte für 2020 in Bezug auf die Umsätze stabile und mit 2019 vergleichbare Zahlen. »Momentan zeichnet sich kein Umsatzwachstum ab. Wir werden mit der Entwicklung neuer Produkte sowie der Verstärkung unseres Vertriebes versuchen, dem Abschwungtrend aus 2019 entgegenzuwirken. Aufgrund unserer hohen Qualität und der guten Verfügbarkeit unserer Produkte sehen wir uns für 2020 gut gerüstet.« Eine Prognose bezüglich der Margen erscheint ihm schwierig. Vor allem vor dem Hintergrund der bereits erwähnten Unsicherheiten könne es »zu einer Gewinnreduzierung kommen, da anfallende zusätzliche Kosten und eventuell weiter ansteigende Rohstoffpreise nicht zu 100 Prozent auf die Kunden umgelegt werden können«, so der Experte.

Zwar verzeichnet auch Display Elektronik leichte Umsatzverluste, zieht insgesamt aber eine positive Bilanz: »Es gibt sicherlich minimale Umsatzverluste, die aber nicht wirklich ein Problem darstellen. Dies ist allerdings aufgrund der vielen neuen Produkte der letzten Jahre zu erklären. Wichtig in diesem Zusammenhang ist aber die weiterhin gute Anzahl an Anfragen. Dies war zum Beispiel in der Weltwirtschaftskrise 2008 bis 2009 anders. Der Unterschied ist, dass aktuell immer wieder auch Neuprojekte ein Thema bei den Kunden sind. Das ist sehr wichtig für die Umsätze von morgen.« Die Margen sind dem Experten zufolge in den letzten Jahren gesunken: »Speziell im Bereich TFT sind nicht mehr die Margen zu fahren, wie es vor circa fünf bis zehn Jahren denkbar war. Wir denken, dass steigende TFT-Preise das Thema nicht unbedingt leichter machen. Es ist nicht immer möglich, das den Kunden zu erklären.« Das Unternehmen plant für das kommende Jahr weitere Neuheiten, hofft aber auch durch die bereits etablierten Produkte der letzten ein bis drei Jahre auf Umsatzwachstum.


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  2. Im Industriebereich deutlicher Umsatzrückgang
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