Touch-Steuerung

Capsense geht in die 5. Generation

25. Januar 2022, 18:23 Uhr | Markus Haller
CapSense ist keine dedizierte IC-Gerätefamilie, sondern eine integrierte Touch-Steuerfunktion in den PSoC-Mikrocontrollern von Infineon (ehemals Cypress).
»Capsense« ist keine dedizierte IC-Gerätefamilie, sondern eine integrierte Touch-Steuerfunktion in den PSoC-Mikrocontrollern von Infineon (ehemals Cypress).
© Infineon

Auch nach der Übernahme durch Infineon wird die Touch-Steuertechnik aus dem ehemaligen Cypress-Sortiment weiterentwickelt und ist nun in der 5. Generation angekommen. Integriert wird sie in mehrere Mikrocontroller-Familien.

Ausgelegt wurde die neue Generation auf eine deutlich reduzierte Leistungsaufnahme und höhere Detektions-Empfindlichkeit, mit der sich nun auch eine Hover-Erkennung umsetzen lässt. Damit eignet sich die Technik für die Entwicklung von HMIs in batteriebetriebenen IoT-Geräten, Smart-Home-Steuerungen, intelligenten Türschlössern und industriellen Touch-Bedienungen. Eine Anpassung an kleine Display-Formfaktoren ist laut Infineon mit wenig Aufwand möglich, was die Bausteine auch für die Entwicklung von Wearables und Hearables interessant macht.

Neu eingeführt wurden mit der 5. Generation ein autonomer Modus, der einen Betrieb ohne Host-CPU ermöglicht und die System-Leistungsaufnahme senkt, sowie eine ratiometrische und differenzielle Sensorarchitektur, die für mehr Störfestigkeit gegen raue EMV-, Wetter- und Temperaturbedingungen sorgt. Relevant für Entwickler: Capsense wird von Infineons Software Development Kit »ModusToolbox« unterstützt.

Ursprünglich wurde die Capsense-Technik von Cypress entwickelt und ist in die PSoC-Mikrocontroller (Programmable System on Chip) integriert. Die 5. Generation ist in Bausteinen ab der 4100S-Max-Familie verfügbar und wird aktuell für Leitkunden angeboten. 

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