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Vom Start-up zum Weltkonzern

Sensorhersteller Sick wird 75

Seit 1956 ist Waldkirch bei Freiburg Hauptsitz der Firma Sick. um den Globus.
Seit 1956 ist Waldkirch bei Freiburg Hauptsitz der Firma Sick. Von hier aus expandierte das Unternehmen weltweit und hat heute über 10.000 Beschäftigte und mehr als 50 Tochtergesellschaften und Beteiligungen sowie zahlreiche Vertretungen rund um den Globus.
© Sick AG

75 Jahre Pionierleistung zum Wohl des Menschen und der Umwelt gaben in diesem Jahr Anlass zum Feiern: Der Sensorhersteller Sick AG schreibt seit einem Dreivierteljahrhundert Sensorgeschichte.

Die Schrecken des Zweiten Weltkrieges klangen noch nach, als sich der 1909 in Heilbronn geborene Gründer der heutigen Sick AG, Erwin Sick, am 26. September 1946 mit seinem Ingenieursbüro in Vaterstetten bei München selbstständig machte. Der ausgebildete Optiker hatte die Vision, präzise Optik und intelligente Elektronik für Industrieanwendungen zu verbinden.

Was als „Start-up“ in einer Baracke bei München begann, entwickelte sich dank der Pionierleistung und Leidenschaft von Erwin Sick schnell zu einem der führenden Unternehmen für Automatisierungstechnik.

Der Schutz des Menschen hatte seit Firmengründung oberste Priorität: Ob bei der Entwicklung des weltweit ersten Unfallschutz-Lichtvorhangs, um die Arbeitsbedingungen von Fabrikarbeitern zu verbessern – oder dem bis heute gültigen Grundsatz, dass Sick-Sensorik nicht für militärische Zwecke eingesetzt werden soll.

 

Relevante Anbieter

Firmengründer Erwin Sick beim 25-jährigen Jubiläum 1971: Erfinder – und eben doch auch sehr erfolgreicher Unternehmer.
Firmengründer Erwin Sick beim 25-jährigen Jubiläum 1971: Erfinder – und eben doch auch sehr erfolgreicher Unternehmer.
© Sick AG

Der Erfindergeist von Erwin Sick beflügelte das junge Unternehmen, das 1956 an seinen heutigen Hauptsitz in Waldkirch bei Freiburg umzog: Das erste Rauchgasdichtemessgerät der Welt entstand in den 1950er Jahren bei Sick und war ein Meilenstein der Umweltmesstechnik.

Zahlreiche Innovationen folgten und wurden auch nach dem Tod von Erwin Sick 1988 von den Sensorikexperten bei Sick bis heute fortgeführt.

Festakt zu 75 Jahren Sick
Festakt zu 75 Jahren Sick: v.l.n.r.: Renate Sick-Glaser, Ministerin Marion Gentges, Gisela Sick, Dorothea Sick-Thies, Dr. Robert Bauer mit Ehefrau Dr. Franziska Bauer und Dr. Mats Gökstorp.
© Sick AG

Diese Erfolgsgeschichte stets begleitet hat Gisela Sick, Witwe des Firmengründers und Ehrenvorsitzende des Aufsichtsrats der Sick AG. Auch die zweite und dritte Generation der Gründerfamilie Sick ist eng mit dem Unternehmen verbunden und sichert im Aufsichtsrat und durch ihr persönliches Engagement die Stabilität und langfristige Ausrichtung des Familienunternehmens Sick.

Digitale Lösungen für das 21. Jahrhundert

Mehr als 10.000 Sick-Mitarbeiter weltweit entwickeln, produzieren und vertreiben Sensorlösungen, die die Grundlage für nachhaltigeres Wirtschaften bilden: energieeffiziente Fertigungs- und Prozesssteuerung, pünktliche Logistikdienstleistungen, besseren Unfallschutz und fortschrittliche Lösungen u.a. für die alternative Energiegewinnung.

Jeder Mensch begegnet fast jeden Tag Sick-Sensoren, die im Hintergrund für sichere, effiziente und saubere Abläufe sorgen. Die dabei entstehenden Daten werden immer wichtiger und bieten für Sick neue Wachstumsmöglichkeiten, ergänzend zum Kerngeschäft der Sensorherstellung. Die Sick-Digitallösungen für die Industrieautomation mit Serienprodukten, Systemen und Services sind dabei Wegbereiter für Digitalisierung und Industrie 4.0.


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