Auch international liefen die Geschäfte solide: Der niederländische Medizintechnikkonzern Philips hat im zweiten Quartal 2026 die Gewinnerwartungen der Analysten übertroffen, wenngleich ein rückläufiger Auftragseingang für Ernüchterung sorgte. Der Konzernumsatz stieg leicht um 1 Prozent auf 4,36 Milliarden Euro, vergleichbar lag das Wachstum bei 4 Prozent und wurde von allen drei Geschäftssegmenten getragen. Sein bereinigtes EBITA kletterte um 32,8 Prozent auf 717 Millionen Euro, seine Marge verbesserte sich um 400 Basispunkte auf 16,4 Prozent. Der Nettogewinn stieg auf 386 Millionen Euro nach 240 Millionen Euro im Vorjahr, das bereinigte Ergebnis je Aktie kletterte auf 0,49 Euro von 0,36 Euro.
Ein wesentlicher Treiber dieses starken Ergebnisses war jedoch ein Sondereffekt: Eine Rückerstattung von US-Zöllen in Höhe von 186 Millionen Euro trug rund 420 Basispunkte zur Marge bei. Ohne diesen Effekt hätte die bereinigte Marge sogar leicht auf 12,2 Prozent nachgegeben, da höhere Zölle und die allgemeine Kosteninflation die erzielten Produktivitätsfortschritte überkompensierten. Das Segment Diagnosis & Treatment erzielte einen Umsatz von 2.085 Millionen Euro und wuchs vergleichbar um 2 Prozent – eine Erholung nach einem Rückgang von 1 Prozent im Vorjahresquartal.
Enttäuschend fiel dagegen der Auftragseingang aus: Vergleichbar ging er um 1 Prozent zurück, was Philips auf das Timing einzelner Großaufträge zurückführt. Trotzdem bekräftigte der Konzern seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr von 3 bis 4,5 Prozent vergleichbarem Wachstum und hob die Margenprognose an: 13,5 bis 14,0 Prozent (zuvor: 12,5 bis 13,0 Prozent), inklusive des einprozentigen Zollrückerstattungseffekts.