E-Kompakt Medizintechnik 7-2026

24. Juli 2026, 7 Bilder
Die neuen OVMed-Kabelmodule verwenden ultradünne Kabel und Mini-LED-Beleuchtung, um Bildsensoren an der distalen Spitze von Endoskopen anzubinden.
© Omnivision

Ultradünne Kabelmodule für Einweg-Endoskope

OmniVision bringt eine komplette Bildübertragungslösung für Chip-on-Tip-Kameras auf den Markt. Der chinesische Hersteller erweitert seine OVMed-Produktfamilie um mehrere neue medizinisch zertifizierte LED-Kabelmodule, die Bildsensoren am distalen Ende von Einweg-Endoskopen mit der Auswerteelektronik am proximalen Ende verbinden.

Die Module OCHTA10, OCHFA10, OCHFA20, OCHSA10 und OCH2B10 basieren auf den eigenen CameraCubeChip-Sensoren und liefern komplette Turnkey-Lösungen aus Bildsensor, Wafer-Level-Optik, Beleuchtung und Verkabelung. Das OCHTA10-Modul etwa nutzt einen 400 x 400-Pixel-Sensor im Gehäuse von nur 0,65 mm x 0,65 mm, arbeitet mit 30 Bildern pro Sekunde bei einer Lichtempfindlichkeit von 3600 mV/lux-Sekunde und benötigt dabei lediglich 20 mW, ein Wert, der sich unmittelbar in geringerer Wärmeentwicklung an der Endoskopspitze und damit höherem Patientenkomfort bei längeren Eingriffen niederschlägt.

Die Kabel selbst sind mit Durchmessern ab 0,4 mm ausgelegt und für den Einsatz in Ophthalmoskopen, Bronchoskopen, Laparoskopen, Zystoskopen und einer Reihe weiterer Endoskoptypen vorgesehen. Sie erfüllen die EMC/EMI-Abschirmung nach IEC 60601 und halten damit Hochenergie-Entladungen während multimodaler bildgebender Verfahren stand, ohne andere Medizingeräte zu stören. Die Fertigung erfolgt in ISO-13485-zertifizierten Anlagen, inklusive Prüfungen auf Biokompatibilität, Sterilisierbarkeit und Wasserdichtigkeit, was Endoskopherstellern eine schnellere Zulassung ihrer Systeme erleichtern soll. Die Module sowie ihre passenden Evaluierungskits sind ab sofort verfügbar.

OMNIVISION

www.ovt.com