Der Herzgeräte-Hersteller, die Berliner Universitätsmedizin und die gemeinnützige Organisation für Herz-Kreislauf-Gesundheit starten eine breit angelegte Forschungs- und Innovationspartnerschaft. Im Fokus stehen KI-gestützte Implantat-Technologien, Telemonitoring und eine neue Stiftungsprofessur.
Biotronik, die Charité – Universitätsmedizin Berlin und die Stiftung Deutsches Herzzentrum haben eine strategische Forschungs- und Innovationspartnerschaft im Bereich der digitalen und translationalen Kardiologie vereinbart. Die Kooperation soll die klinische Expertise des Deutschen Herzzentrums der Charité (DHZC) mit der Kompetenz des Herzgeräte-Herstellers in aktiven Herzimplantaten, KI und vernetzten Gesundheitstechnologien verbinden.
Erste gemeinsame Projekte konzentrieren sich thematisch auf Elektrophysiologie und Herzinsuffizienz – zwei Bereiche, in denen das DHZC bereits international führend forscht. Konkret entstehen KI-gestützte Tools und Simulationsumgebungen zur Verbesserung implantatbasierter Therapien, teilweise aufbauend auf bestehenden, öffentlich geförderten Projekten. Das Berufungsverfahren für die geplante Stiftungsprofessur für Digitale und Translationale Kardiologie an der Charité läuft bereits.
»Die Zukunft der kardiovaskulären Versorgung ist digital, vernetzt und prädiktiv«, sagt Dr. Volker Lang, Senior Vice President R&D bei Biotronik. Prof. Gerhard Hindricks, kommissarischer Direktor der Klinik für Kardiologie am DHZC, betont das Ziel, den Weg vom Labor zum Krankenbett zu beschleunigen: »Wissenschaftliche Erkenntnisse sollen schneller in die klinische Praxis überführt werden.«
Die Partnerschaft umfasst neben Forschung und Entwicklung ausdrücklich auch gemeinsame Aus- und Weiterbildungsangebote. Nachwuchskräfte sollen gezielt auf die Anforderungen der digitalen Kardiologie vorbereitet werden – von datengetriebener Diagnostik bis zu KI-gestützten Therapieentscheidungen. Die neue Stiftungsprofessur soll dabei als Katalysator wirken und international erfahrene Forschende nach Berlin ziehen. (uh)