3D-Multimaterial-Druck Gedruckter Wärmetauscher

Johannes Rudolph prüft einen im 3D-Multimaterialdruck gefertigten Wärmetauscher
Johannes Rudolph prüft einen im 3D-Multimaterialdruck gefertigten Wärmetauscher

Forscher der Professur für Elektrische Energiewandlungssysteme und Antriebe der TU Chemnitz präsentieren erstmals gedruckte Wärmetauscher mit keramischer Innenstruktur.

Johannes Rudolph und Fabian Lorenz von der Technischen Universität Chemnitz stellen die jüngsten Fortschritte im Bereich des 3D-Multimaterial-Drucks vor: Mithilfe von hochviskosen Pasten, die durch ein Extrusionsverfahren schichtweise in Form gebracht und anschließend gesintert werden, gelang es den Forschern erstmals, spezielle Wärmetauscher zu drucken, die über eine keramische Innenstruktur verfügen. »Damit lässt sich eine elektrische und chemische Isolation des Kühlmediums gewährleisten, was für die Kühlung von leistungselektronischen Bauelementen und in der chemischen Prozessindustrie neue Möglichkeiten eröffnet«, erläutert Johannes Rudolph.

Die gedruckten Bauteile können Temperaturen von über 300 °C standhalten.

Aufgrund des breiten Interesses am 3D-Multimaterialdruck konnten die Chemnitzer Forscher bereits mehrere Industriepartner für eine Zusammenarbeit gewinnen. »Unser Arbeitsschwerpunkt lag vor allem in der Weiterentwicklung des Druckverfahrens, wodurch die Prozesssicherheit und die Qualität der Bauteile gesteigert werden konnte«, sagt Fabian Lorenz. Damit seien die beiden Entwickler des Verfahrens ihrem Ziel einer industriellen Anwendbarkeit einen weiteren Schritt näher gekommen.