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Fluorierte Treibhausgase

Welches Kühlgerät steht vor dem Aus?

22. Januar 2019, 10:56 Uhr   |  Corinna Puhlmann-Hespen

Welches Kühlgerät steht vor dem Aus?
© Pfannenberg

Ab dem 1. Januar 2020 ist der Service an bestehenden Kühlgeräten mit bestimmten – teilweise sehr verbreiteten – Kältemitteln wegen einer EU-Verordnung nur noch stark eingeschränkt möglich.

Eine neue EU-Verordnung legt klare Grenzwerte für den CO2-Ausstoß von Kühlgeräten fest. Wie zukunftsfähig die Kühlgeräte sind, hängt dabei im Wesentlichen vom eingesetzten Kühlmittel ab. Überschreitet ein Kühlgerät Grenzwerte, kann dem Anlagenbetreiber gar der Stillstand drohen: Treten beispielsweise Leckagen auf, muss vorschriftsmäßig auf ein geeignetes Kühlmittel umgerüstet werden. Denn im Service enden zum Jahreswechsel 2019/2020 verschiedene Übergangsfristen. Gleichzeitig bestehen schon heute gesetzliche Vorgaben für regelmäßige Dichtheitsprüfungen, welche die Life-Cycle-Kosten von kältetechnischen Anlagen nach oben treiben.

cp-Pfannenberg, F-Gase
© Pfannenberg

Der F-Gase-Rechner von Pfannenberg

Mit der Thematik der F-Gase setzt sich Pfannenberg, Spezialist für Produktions- und Prozesssicherheit, seit Längerem intensiv auseinander. Alexander Busch, Serviceleiter EMEA von Pfannenberg, erläutert: »Als Hersteller von Klimatisierungslösungen wollen wir mit unserer Kompetenz auf ein Problem hinweisen, von dem insbesondere industrielle Betreiber und auch Maschinenbauer oftmals nichts wissen. Zum Teil wird die Thematik auch ignoriert, weil den Anlagenbetreibern die Konsequenzen nicht zu 100 Prozent klar sind.«

Bei Pfannenberg hat man sich zum Ziel gesetzt, die Thematik stärker in den Vordergrund zu rücken und zu sensibilisieren. Denn Preissteigerungen und Lieferengpässe bei Kältemitteln verschärfen die Situation zusätzlich. So habe sich der Preis beispielsweise für das Kühlmittel R404a mehr als versiebenfacht.

Online-Tool liefert schnelle Ergebnisse

Um die Industrie-Kunden zu unterstützen, hat Pfannenberg ein interaktives Online-Tool entwickelt. Der sogenannte F-Gase-Rechner steht ab sofort auf der Internetpräsenz des Unternehmens kostenlos zur Verfügung. Um schnelle Ergebnisse zu bekommen, muss der Anwender lediglich die erforderlichen Daten in den Rechner eingeben. Relevant sind das verwendete Kältemittel sowie die Füllmenge, die am Typenschild eines jeden Chillers ablesbar sind. Das Online-Programm von Pfannenberg berechnet daraus dann den GWP-Wert (GWP = Global Warming Potential) bzw. das CO2-Äquivalent. Des Weiteren erstellt das Tool ein Diagnose-Protokoll, welches eine klare Handlungsempfehlung enthält. »Wir haben den Rechner so ausgelegt, dass er ein sehr komplexes Themengebiet auf die relevanten Aspekte für den einzelnen Maschinenbauer und Anlagenbetreiber reduziert«, betont Alexander Busch.

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2. Die EU-Verordnung 517/2014...
3. Klimaschutz-Ziele der EU

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