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Karlsruhe ist Tech-Hauptstadt

13. Februar 2018, 20:01 Uhr   |  Robert Weber

Karlsruhe ist Tech-Hauptstadt
© Bild: Joblift

Karlsruhe ist die Tach-Hauptstadt Deutschlands - nach den Großstädten.

Wo befinden sich die Tech-Zentren des Landes außerhalb der wachsenden Großstädte? Dieser Frage ist die Jobplattform Joblift nachgegangen und untersuchte alle 17 Millionen Stellenanzeigen der letzten zwei Jahre.

Zur Bewertung wurden verschiedene Kriterien herangezogen, darunter das Stellenwachstum der Technologiebranche und der Anteil von Ausschreibungen technischer Jobprofile, wie IT-Experten oder Ingenieursberufe, an den gesamten Inseraten eines Standorts, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. An der Spitze stehen Karlsruhe, Dresden und Ingolstadt. Es folgen Jena, Regensburg und Erlangen. Bonn, Mannheim, Ulm und Darmstadt kompletieren die Top 10. 

Außerhalb der Großstädte scheinen in Deutschland regelrechte Technologiezentren zu entstehen: Neun der zehn am stärksten wachsenden Technologiestandorte in Deutschland haben weniger als 500.000 Einwohner, nur Dresden mit rund 535.000 Einwohnern landet auf dem zweiten Platz. Allerdings scheint ansonsten vor allem Süddeutschland von diesem Wachstum zu profitieren, denn sechs der zehn High-Tech-Städte liegen in Baden-Württemberg oder Bayern. Einzig die thüringische Stadt Jena vertritt die neuen Bundesländer im Ranking und gehört neben Erlangen mit nur rund 100.000 Einwohnern gleichzeitig zu den kleinsten Technologiestandorten. Während Erlangen aber vor allem vom nahegelegenen Nürnberg profitieren dürfte, positionierte sich Jena im vergangenen Jahr mit mehr als 50 % Zuwachs im Vergleich zu 2016 als die am viertstärksten wachsende Stadt im Tech-Bereich.

Nähe zu den Hochschulen

Der zunehmende Kampf um begehrte Fachkräfte. Die lokale Nähe zu Universitäten mit hoher technischer Lehrqualität bietet im besten Fall Zugang zu einem großen Angebot an hochqualifizierten Absolventen – in sechs der zehn Tech-Zentren aus dem Joblift-Ranking steht auch eine der 500 besten Universitäten weltweit in der Kategorie Engineering and Technology. Des Weiteren gehen aus Universitäten mit entsprechend fördernden Lehrangeboten, wie Professuren für Entrepreneurship, oft Ausgründungen und Start-ups hervor, deren Gründer sich häufig noch während ihres Studiums oder kurz danach für einen Unternehmensstandort in der Nähe ihrer Alma Mater entscheiden. So belegen beispielsweise die drei meistausschreibenden Tech-Städte Karlsruhe, Mannheim und Bonn auch die Plätze eins bis drei der Städte unter 500.000 Einwohner mit den meisten offenen Stellen in Start-ups.

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