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Licht und Schatten charismatischer Führung


Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Licht und Schatten charismatischer Führung

Produktive narzisstische Führungspersönlichkeiten sähen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Mittel, um ihr Unternehmen erfolgreich in die Zukunft zu führen. Sie möchten die Welt verändern, sie voran bringen und verbessern. Destruktive narzisstische Führungspersönlichkeiten hingegen sähen in ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern lediglich Instrumente zu ihrer eigenen Verherrlichung. Das Problem im Problem für Hinterhuber ist dabei: Von solchen Führungspersönlichkeiten trennt man sich in der Regel zu spät.

Das bedeute große Gefahr für ein Unternehmen. Die destruktiven Teile der Persönlichkeit – Abwertung von Personen und Teams, die nicht den eigenen Zwecken dienen, ungenügende Nutzung der Kreativität und Fähigkeiten der Mitarbeiter, Verfolgung einer Vision, der jeder Realitätssinn fehlt, unethisches Verhalten zur Verfolgung persönlicher Ziele – können ein Unternehmen in den Ruin führen.

Diese Gefahr wächst für Hinterhuber mit dem Maß der »Beratungsresistenz« einer narzisstischen Führungspersönlichkeit. Je unempfänglicher sie für Ratschläge ist und je überempfindlicher sie auf Kritik reagiert, desto problematischer wird die Situation. Für ihn heißt das: Je später sich ein Unternehmen von einer destruktiven narzisstischen Führungspersönlichkeit trennt, desto größer das Risiko massiver Probleme. Wie schützt sich ein Betrieb vor dieser Gefahr?

Die besten Fingerzeige für das zukünftige Verhalten einer Führungskraft, fand Hinterhuber heraus, sind
• das Verhalten in der Vergangenheit,
• ihr Wertesystem,
• ihre kritische Urteilsfähigkeit,
• ihr Verhalten nach Niederlagen. Wie schnell hat sich die Führungskraft wieder aufgerichtet und mit neuer Energie und Schnelligkeit exzellente Leistungen erbracht?

 


  1. Licht und Schatten charismatischer Führung
  2. Licht und Schatten charismatischer Führung
  3. »Goldene Regeln« für die charismatische Führungspersönlichkeit